Stau auf der Autobahn zu Ferienbeginn (Foto: dpa)

Knöllchen im Ausland: Oft ein teures Urlaubsandenken

  02.07.2017 | 09:54 Uhr

17 Millionen Deutsche sind letztes Jahr mit dem eigenen Auto in den Urlaub gefahren. Wer gerne unabhängig ist, sollte sich aber auch an die Verkehrsregeln halten: Denn die Bußgelder sind in manchen EU-Ländern deutlich höher als in Deutschland.

Eins vorweg: Wer mit dem eigenen Auto ins Ausland fährt, hat dort noch lange keinen Welpenschutz. Fahrverbote beschränken sich zwar nur auf das Land, in dem sie verhängt wurden. Wer also in Österreich ein Fahrverbot aufgebrummt bekommt, darf nach dem Urlaub in Deutschland trotzdem fahren.

Promillegrenzen in Europa

In den meisten EU-Ländern sind maximal 0,5 Promille erlaubt, so wie auch in Deutschland. Für Fahranfänger und Berufskraftfahrer sind die Limits teilweise niedriger. Die Briten sind mit 0,8 Promille toleranter (Ausnahme: 0,5 in Schottland). Strenger sind Schweden und Polen mit jeweils 0,2 Promille. In Ungarn, Rumänien, Tschechien und der Slowakei herrscht im Straßenverkehr generell ein absolutes Alkoholverbot.

Allerdings gibt es zwischen den EU-Ländern Vollstreckungsabkommen. Das bedeutet: Bußgelder aus anderen EU-Ländern können auch in Deutschland vollstreckt werden, und zwar ab Erreichen einer so genannten „Bagatellgrenze“. Diese liegt meist bei 70 Euro. Vorsicht: Selbst wenn das Bußgeld im Ausland darunter lag, ist man nicht automatisch fein raus, weil Bearbeitungsgebühren, Verfahrenskosten und so weiter mitgerechnet werden.

Und: Wer sich mit dem eigenen Auto so daneben benimmt, dass Haftbefehl erhoben wird, den schützt auch die Flucht zurück in die Heimat nicht vor einer Strafverfolgung.

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