Ausrangierte Weihnachtsbäume liegen an einer Straße. (Foto: dpa/Paul Zinken)

Wohin mit dem Weihnachtsbaum?

Katharina Döppler   07.01.2018 | 12:37 Uhr

Weihnachten ohne Weihnachtsbaum ist für viele undenkbar. Festlich geschmückt und hell erleuchtet sorgt er für heimeliges Flair. Doch wohin damit, wenn alles vorbei ist? Ob klassisch zur Sammelstelle, als Grabschmuck oder Tierfutter – es gibt mehr Möglichkeiten zur Entsorgung als man denkt.

Sammelstellen der Kommunen

Viele Kommunen im Saarland haben auch in diesem Jahr wieder Sammelstellen eingerichtet, wo man seinen Baum kostenlos entsorgen kann. In einigen Orten werden sie sogar vor der Haustür abgeholt. Wichtig ist, dass die Bäume komplett vom Schmuck befreit und nicht in Plastiksäcken verpackt sind.

Video [aktueller bericht, 08.01.2018, Länge: 3:16 Min.]
Wohin mit den Weihnachtsbäumen?

In Homburg müssen die Bäume zum Beispiel bis zum 8. Januar morgens um 6.00 Uhr an den Sammelstellen liegen. Die Saarbrücker haben ab dem 8. Januar zwei Wochen lang Zeit die Bäume an den richtigen Stellen abzuliefern. In Neunkirchen können sie ab sofort und noch bis zum 14. Januar abgegeben werden. Den Völklingern wird in der Zeit vom 10. bis zum. 17. Januar die Möglichkeit geboten, ihren Weihnachtsbaum an den Sammelstellen abzulegen. Infos zu allen anderen Orten, Terminen und wo die Sammelstellen genau sind, gibt es bei der jeweiligen Gemeindeverwaltung.

Im eigenen Garten verwerten

Weihnachtsbäume müssen aber nicht weggeworfen werden. Die abgeschnittenen Zweige können zum Beispiel Gartenbesitzern im Winter von Nutzen sein. Auch wenn sie nur noch wenig Nadeln haben. In mehreren Lagen übereinander gelegt, schützen die Zweige Beete und Blumenkästen vor Frostschäden. Auch als winterlicher Grabschmuck machen sich die Zweige der alten Christbäume gut.

Auch manche Tierparks und Zoos freuen sich über alte Bäume. Die Tiere können die grünen Nadeln und die Rinde abfressen und damit spielen. Voraussetzung ist aber, dass es sich um einen Bio-Tannenbaum handelt. Konventionelle Bäume sind oft mit vielen chemischen Schadstoffen behandelt, damit sie sich über die Feiertage halten. Das könnte den Tieren schaden. Ob die ausrangierten Bäume willkommen sind, sollte vorher jedoch geklärt werden. 

In einen Kleiderständer verwandeln

Mit Fantasie und Geschick bietet der alte Weihnachtsbaum sogar Optionen für Do-It-Yourself-Fans. Im Gegensatz zu Eiche oder Buche ist Nadelholz recht weich und eignet sich gut zum Schnitzen. So kann er beispielsweise als Kleiderständer im Flur weiterleben. Die Ast-Achsen dienen als Haken. Wenn man den abgeschmirgelten Stamm noch weiß anmalt, sieht er nicht einmal mehr weihnachtlich aus.

Vorsicht beim Verbrennen

Wer einen Kamin hat, kann den Baum außerdem verfeuern. In den Ofen darf aber nur Holz, das komplett durchgetrocknet ist. Zu feuchtes Holz kann zu Qualmbildung führen und sogar den Kamin verunreinigen oder beschädigen, da Nadelholz stark harzt. Deshalb sollte der Weihnachtsbaum in handliche Stücke von maximal 20 Zentimeter zersägt werden und vor dem Verbrennen ein bis zwei Jahre trocken eingelagert werden.

Illegales Entsorgen kann teuer werden

Den Weihnachtsbaum der Natur zurückgeben und im Wald entsorgen? Das ist verboten. Gerade chemisch behandelte Weihnachtsbäume verrotten nicht so gut, da Kleintiere den Baum meiden. Aber auch Bio-Tannenbäume brauchen Jahre, bis sie sich vollständig zersetzt haben. Für das illegale Entsorgen von Weihnachtsbäumen – ob im Wald oder an anderen nicht ausgewiesenen Stellen - kann im Saarland ein Bußgeld von bis zu 500 Euro fällig werden.

Wer sich und seinem Christbaum zum Abschluss der Weihnachtssaison noch ein bißchen Ruhm und Ehre gönnen möchte, dem bleibt zu guter Letzt noch die Möglichkeit, in Ottweiler am Tannenbaumwerfen teilzunehmen. Eine etwas andere Sportveranstaltung, die in diesem Jahr schon zum sechsten Mal stattfindet und sich unter vielen Saarländern allgemeiner Beliebtheit erfreut.

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