Verwaltungsgebäude der ZF Saarbrücken (Foto: SR Fernsehen)

Zukunftskonzept für ZF in Saarbrücken

Karin Mayer   11.08.2017 | 13:33 Uhr

Das Zukunftskonzept für den Standort von ZF in Saarbrücken ist ausgehandelt. 20 Monate lang haben die Werksleitung und der Betriebsrat über geforderte Sparmaßnahmen verhandelt. Als letzter ZF-Standort hat das Werk nun eine Vereinbarung getroffen.

Das ZF-Werk in Saarbrücken wird Leitwerk für längs eingebaute Pkw-Automatikgetriebe. Außerdem schließt der Konzern betriebsbedingte Kündigungen am Standort Saarbrücken bis 2022 aus. Im Zukunftskonzept sichert ZF außerdem zu, dass die aktuelle Produktionskapazität von 2,5 Millionen Automatikgetrieben erhalten bleibt. Auszubildende werden bis Ende 2022 übernommen.

Video [aktueller bericht, 11.08.2017, Länge: 3:07 Min.]
Zukunftskonzept für ZF in Saarbrücken

Belegschaft verzichtet auf Lohnerhöhung

Im Gegenzug verzichten die Beschäftigten ab 2018 auf die Lohnerhöhung von zwei Prozent aus diesem Jahr. Sie wird mit der übertariflichen Zulage verrechnet. Werksleiter Hermann Becker sagte, er sehe die Zukunft des Standortes durch die Vereinbarung positiver.

Der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Schuler betonte, das Programm werde von der Belegschaft mitgetragen. Ziel sei, nach 2022 über Zukunftsprodukte zu verhandeln und die Arbeitsplätze zu sichern. Im kommenden Jahr sollen die Verhandlungen über neue Produkte fortgesetzt werden. Bei ZF in Saarbrücken sind zurzeit 8500 Mitarbeiter beschäftigt.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 11.08.2017 berichtet.

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