Zwei Mädchen malen ein Bild. (Foto: dpa)

Kinder brauchen eine Zukunftsperspektive

  20.09.2016 | 12:47 Uhr

"Kindern ein Zuhause geben" - das ist das Motto des diesjährigen Weltkindertages. Passende Rahmenbedingungen sollen Kindern und Jugendlichen eine gute Zukunftsperspektive ermöglichen. Das fordern Politiker und der Deutsche Familienverband.

Weltkindertag - Saarland
Ihr Zuhause ist die Straße
Straßenkinder kennen wir in Deutschland oft nur aus dem Fernsehen oder aus Berichten über Länder in Südamerika zum Beispiel. Aber auch in Deutschland gibt es Jugendliche und junge Erwachsene, die kein Zuhause haben, sich ohne Eltern auf der Straße durchschlagen.

"Kinder und Jugendliche brauchen ein Zuhause, das ihre Begabungen und Fähigkeiten fördert", sagt die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion Petra Berg. Ein Zuhause würde ihnen bessere Chancen bieten, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, Sportvereine zu besuchen oder Musikinstrumente zu erlernen. Dabei müssten Eltern unterstützt werden. Zudem fordert die SPD-Politikerin, das Wahlalter auf 16 Jahre abzusenken. Dann könnten Kinder und Jugendliche ihren Interessen und Bedürfnissen Ausdruck verleihen "und in politische und gesellschaftliche Prozesse mit eingebunden werden."

Wohnsituation spielt wichtige Rolle

Um Kindern eine gute Zukunfstperspektive zu geben, sei, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler, eine nachhaltige Förderung und Betreuung von Kindesbeinen an entscheidend. "Gerade Eltern aus bildungsfernen Schichten sind häufig darauf angewiesen, dass ihre Kinder eine intensive pädagogische Unterstützung erhalten, besonders, wenn sie alleinerziehend und berufstätig sind." Kessler fordert, dass die Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt.

Für den Deutschen Familienverband spielt auch die Wohnsituation der Kinder eine wichtige Rolle. Wie die Kinder sich entwickeln, hänge entscheidend von der Wohnung und vom Wohnumfeld ab.

Artikel mit anderen teilen