Trinkwasser, Wasser, Wasserhahn (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Opposition gegen höheren Wassercent

Janek Böffel   26.06.2017 | 15:38 Uhr

Das Wasserentnahmegeld, auch bekannt als Wassercent, könnte steigen. Das zumindest sehen Pläne der Landesregierung vor. Die Opposition im Landtag übt allerdings scharfe Kritik.

Ein "mittelgroßer Tropfen auf einen sehr heißen Stein" nennt der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Jochen Flackus das Vorhaben. Dass Normalbürger zur Verbesserung der Einnahmesituation des Landes herhalten sollen, sei der falsche Weg. Stattdessen müssten die Steuereinnahmen insgesamt erhöht werden.

Auch die AfD lehnt sowohl die Erhöhung des Wassercents für Firmen, als auch die Ausweitung auf Privathaushalte ab. Zudem hätten der Landesregierung solche Pläne ja auch vor der Landtagswahl einfallen können, so Geschäftsführer Rolf Müller.

CDU und SPD hingegen verteidigten die Pläne. Man unterstütze das Bemühen, die Einnahmesituation des Landes zu verbessern, so CDU-Fraktionschef Tobias Hans. Sein SPD-Kollege Stefan Pauluhn sagte, eine Mehrbelastung von rund 5,70 Euro sei für die Saarländer zu verkraften.

Wassercent derzeit

Derzeit liegt der Wassercent im Saarland bei sieben Cent je Kubikmeter. Er wird von Unternehmen und Großverbrauchern entrichtet. Die Freigrenze für Bürger liegt bei 35 Kubikmetern im Jahr. Industrie- und Handelskammer sowie die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände fordern, den Wassercent ganz abzuschaffen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 26.06.2017 berichtet.

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