Wohnheim D (Foto: SR/Pasquale D'Angiolillo)

Investorensuche für Uni-Wohnheim zieht sich hin

Caroline Uhl   02.08.2017 | 06:30 Uhr

Die Investorensuche für einen Neubau des Wohnheims D auf dem Saarbrücker Uni-Campus zieht sich in die Länge. Schon Ende Februar sollte alles unter Dach und Fach sein, doch ein Vertrag mit einem Interessenten kam damals nicht zustande, wie die Uni nun auf SR-Anfrage bestätigte. Jetzt soll ein neuer Bieter her.

Das seit Jahren leerstehende Wohnheim auf dem Saarbrücker Campus-Gelände soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Schon länger ist die Uni auf der Suche nach einem Investor für den Bau. Im Januar hatte sie angekündigt, dass das Vergabeverfahren zum Abschluss kommen könnte: Ende Februar, so hatte die Uni damals mitgeteilt, könnte der Vertrag mit einem Investor stehen.

Doch der in Aussicht gestellte Vertrag mit dem Interessenten kam nie zustande, wie ein Uni-Sprecher nun auf SR-Anfrage mitteilte. "Das war leider doch kein Erfolg", sagte er. Zu den Gründen, warum die Verhandlungen platzten, äußerte sich die Uni nicht.

Mittlerweile befindet sich die Hochschule nach eigenen Angaben wieder in neuen Verhandlungen. Diese seien "relativ weit fortgeschritten", sagte der Sprecher. In den nächsten vier bis acht Wochen könnten sie zum Abschluss kommen. Zu 100 Prozent sicher ist das aber auch nicht.

Schlusslicht bei den Heimplätzen

Das Tauziehen um das Wohnheim D dauert schon über fünf Jahre an. Wegen unzureichendem Brandschutz mussten die Studenten im April 2012 ausziehen, die 280 preisgünstigen Bettplätze fielen ersatzlos weg. Alle Versuche, eine Sanierung des Wohnheims zustande zu bringen, scheiterten.

Dabei lag die Unterbringungsquote von Studenten in Wohnheimen im Saarland zuletzt bei 7,25 Prozent. Damit ist das Saarland Schlusslicht unter den Bundesländern. Es ist zudem das einzige Bundesland, in dem aktuell in diesem Bereich nicht gebaut wird. "Wir würden uns wünschen, dass es für Studenten in Saarbrücken mehr Wohnheimplätze gibt", betonte Heike Savelkouls-Diener vom Studentenwerk – je näher am Campus, desto besser.

Vermittlung funktioniert

Durch das vom Land finanzierte und von Studentenwerk, Uni und Hochschule für Technik und Wirtschaft betriebene sogenannte "Housing Office" gelinge es derzeit aber auch so, alle Studierenden unterzubringen, sagte Savelkouls-Diener weiter. Das "Housing Office" hilft in erster Linie internationalen Studenten bei der Suche nach einer Bleibe.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 02.08.2017 berichtet.

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