Pflegestreik der Gewerkschaft Verdi. (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Warnstreik: Zwölf Kliniken haben demonstriert

  27.03.2017 | 13:17 Uhr

Rund 500 Beschäftigte von zwölf saarländischen Krankenhäusern haben am Montag in Saarbrücken für eine Entlastung des Pflegepersonals demonstriert. Der Warnstreik dauert noch bis Dienstagfrüh.

Video [aktueller bericht, 27.03.2017, ab Minute 21:26]
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Die Gewerkschaft Verdi fordert mehr Personal, verlässliche Arbeitszeiten, einen Belastungsausgleich und einen Tarifvertrag "Entlastung" für alle Krankenhäuser. Nach Verdi-Berechnungen fehlen in saarländischen Krankenhäusern rund 3350 Stellen, bundesweit sogar 162.000. Der Mangel erstrecke sich über alle Berufsgruppen. Die Folge sei eine starke Überlastung des Personals.

Weniger Streikteilnehmer als erwartet

Warnstreik und Demo der Krankenhaus-Mitarbeiter
Audio [SR 3, Steffani Balle, 27.03.2017, Länge: 03:03 Min.]
Warnstreik und Demo der Krankenhaus-Mitarbeiter

Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, folgten am Montag rund 500 Krankenhaus-Beschäftigte dem Aufruf der Gewerkschaft und zogen in einem Protestmarsch vom Saarbrücker Staatstheater zum Landtag. Aus der ursprünglich geplanten Umzingelung des Parlamentsgebäudes wurde allerdings nichts, weil nicht so viele Teilnehmer erschienen waren, wie von Verdi erhofft.

An dem Warnstreik, der noch bis Dienstagfrüh andauern soll, beteiligen sich insgesamt zwölf saarländische Kliniken. Bestreikt werden unter anderem das Klinikum Saarbrücken, die SHG-Kliniken Völklingen, Merzig und Sonnenberg und das Fliedner Krankenhaus Neunkirchen. Wie Verdi-Sekretär Quetting dem SR sagte, ist überall ein Notdienst eingerichtet. Nicht betroffen von den Streiks sind das Uni-Klinikum Homburg sowie einige Kliniken unter Trägerschaft der CTS und die Marienhauskliniken. Sie hatten Verhandlungen mit Verdi angekündigt.

Über dieses Thema haben auch die Hörfunknachrichten am 27.03.2017 berichtet.

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