Der Campus-Center an der Saar-Uni (Foto: SR)

Uni-Senat entscheidet über Verwaltungsgebühr

  14.02.2018 | 06:40 Uhr

Kommt die Verwaltungsgebühr an der Saar-Uni oder nicht? Heute könnte in dieser Frage eine Entscheidung fallen. Dann stimmt der Senat darüber ab, ob die Studenten künftig 50 Euro mehr pro Semester zahlen müssen.

Sollte die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit im Uni-Senat zustande kommen, dann wird die Verwaltungsgebühr voraussichtlich bereits zum kommenden Wintersemester erhoben. 50 Euro pro Semester - mit diesen zusätzlichen Kosten werden die Studenten dann rechnen müssen.

"Soziale Lage wird falsch eingeschätzt"

Das ist ein Betrag, den der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) und der Landesjugendring Saar scharf kritiseren. Die Gebühr bedeute eine Erhöhung des Semesterbeitrags um gut 20 Prozent. Die Annahme, 50 Euro wären ein verkraftbarer Betrag für Studierende, sei falsch, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung. "Wir sind immer wieder entsetzt darüber, wie falsch die soziale Lage von Studierenden von der Öffentlichkeit und unserer Landespolitik eingeschätzt wird“, erklärt die AStA-Vorsitztend Katharina Waller.

Auch die Linksfraktion im Landtag hat sich bereits mehrfach gegen die anstehende Abgabe ausgesprochen und ruft die Senatsmitglieder auf, heute gegen die Gebühr zu stimmen. „Eine weitere finanzielle Belastung der Studierenden wäre ungerecht und würde wieder einmal vor allem diejenigen treffen, die bereits jetzt jeden Euro zweimal umdrehen müssen", sagte die hochschulpolitische Sprecherin Barbara Spaniol.

Nur drei Studenten im Senat

Der Senat der Saar-Uni besteht insgesamt aus 17 Mitgliedern, die deutliche Mehrheit stellen neun Professoren. Drei akademische Mitarbeiter und zwei Mitarbeiter des nichtwissenschaftlichen Personals stimmen ebenso ab wie die drei studentischen Vertreter. Kommt die Zwei-Drittel-Mehrheit am Mittwoch nicht zustande, wird es eine zweite Lesung des Senats geben.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 13.02.2018 berichtet.

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