Geldscheine in einem Geldbeutel (Foto: dpa)

Umfrage: Verteilung der Einkommen ungerecht

Wolfgang Wirtz-Nentwig / Onlinefassung: Rebecca Kaiser   30.10.2016 | 12:04 Uhr

Die weite Mehrheit der Bundesbürger findet die Verteilung der Einkommen in Deutschland ungerecht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Meinungsumfrage von infratest dimap im Auftrag des Saarländischen Rundfunks für den ARD-Geld-Check.

85 Prozent der Befragten sagten, die Unterschiede zwischen Gering- und Spitzenverdienern seien zu groß. Nur neun Prozent fanden den Abstand der Einkommen angemessen, vier Prozent waren der Meinung, die Differenz zwischen oben und unten sei zu gering.

Blick in die Zukunft

Skeptisch ist der Blick in die Zukunft: 87 Prozent der repräsentativ ausgewählten Teilnehmer erwarten, dass es für Normalverdiener und ihre Familien in den kommenden zehn Jahren schwieriger wird, finanziell gut zurecht zu kommen. Nur sieben Prozent gehen davon aus, dass es für Normalverdiener einfacher wird.

Die Umfrage

Für diese repräsentative Umfrage wurden 1014 Personen über 18 Jahren zufällig ausgewählt und per Telefon befragt.

41 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, sie persönlich werden für das, was sie im Beruf leisten, zu schlecht entlohnt. Bei den Arbeitern ist es sogar mehr als die Hälfte (51 Prozent), die sich nicht gerecht bezahlt fühlt.

Sozialer Aufstieg schwieriger

Bei der Frage, wie sie die sozialen Aufstiegsmöglichkeiten durch eigene Anstrengung beurteilen, sagten 44 Prozent, es sei schwerer als vor 20 oder 30 Jahren, durch Leistung sozial aufzusteigen. Nur 25 Prozent fanden es leichter als früher.

ARD-Themenwoche

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im Film "Der Geld-Check: Wer verdient, was er verdient?", am Montag, den 31. Oktober, um 20.15 im Ersten. Er wird im Rahmen der ARD-Themenwoche - "Zukunft der Arbeit" ausgestrahlt. Im SR-Fernsehen läuft der Film von von Sigrid Born und Edith Dietrich am Freitag, den 5. November, um 13.10 Uhr.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten am 30.10.2016 berichtet.

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