Würfel mit Buchstaben "Steuer" liegen auf Geldmünzen (Foto: dpa)

Luxemburg plant Steuermodell für Heimarbeit

Janek Böffel   14.11.2017 | 06:32 Uhr

Der saarländische Finanzminister Stephan Toscani (CDU) hat einen Vorschlag seines luxemburgischen Amtskollegen Schneider begrüßt, ein neues grenzübergreifendes Steuermodell für Heimarbeit am Computer einzuführen. Von einer entsprechenden Regelung könnten beide Länder profitieren.

Schneider hatte vorgeschlagen, die Lohnsteuer für die sogenannte Telearbeit aus dem grenznahen Ausland 50:50 zu verteilen. Damit würde ein Teil am Arbeitsort, beispielsweise im Saarland, der andere am Standort des Arbeitgebers in Luxemburg fällig. Bisher wird die Lohnsteuer am Arbeitsort fällig. Also bei der Arbeit in der Firma dort, bei Heimarbeit am Wohnort.

Für die Neuregelung wäre Steuerabkommen nötig

Das System hätte somit für beide Länder Vorteile. Das Saarland würde an der Luxemburger Wertschöpfung teilhaben. Denn mit dem neuen Ansatz würde durch die dann forcierte Telearbeit wieder mehr Lohnsteuer am Wohnort in Deutschland bleiben. Luxemburg erhofft sich im Gegenzug eine Entlastung der überfüllten Straßen. Gleichzeitig würde immerhin die Hälfte der Lohnsteuer noch in Luxemburg bleiben.

Wie konkret die Pläne sind, ist derzeit noch unklar. Zumal für die Neuregelung ein Steuerabkommen zwischen Deutschland und Luxemburg nötig wäre.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 14.11.2017 berichtet.

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