Streikende bei der Protestkundgebung vorm UKV-Gebäude (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Streik in der Versicherungsbranche

  19.06.2017 | 15:08 Uhr

An den Streiks in der Versicherungsbranche haben sich am Montag in Saarbrücken rund 120 Beschäftigte beteiligt. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten der UKV, der Saarland Versicherungen, von HDI, Cosmos und Baden-Badener Versicherung zur Protestkundgebung vor dem UKV-Gebäude aufgerufen. Auch in anderen deutschen Städten fanden Demonstrationen statt.

SR 3 - Protestkundgebung in der Versicherungsbranche
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 19.06.2017, Länge: 00:55 Min.]
SR 3 - Protestkundgebung in der Versicherungsbranche

Verdi-Landesfachbereichsleiter Jürgen Grandjot zeigte sich mit dem Zuspruch zufrieden. Er betonte, die Beschäftigten hätten ihren Unmut auf die Straße gebracht. Eine Lohnerhöhung von 1,1 Prozent durchschnittlich über einen Zeitraum von drei Jahren, wie sie die Arbeitgeberseite anbiete, sei nicht hinnehmbar.

Die Gewerkschaft selbst fordert für die Beschäftigten im Innendienst der privaten Versicherungsbranche 4,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütung soll um 50 Euro steigen. Zudem sollen Auszubildende, die ihre Lehrzeit erfolgreich abgeschlossen haben, unbefristet übernommen werden.

 Klare Regeln für Heimarbeit gefordert

Verdi will mit dem Arbeitgeberverband zusätzlich einen Tarifvertrag Digitalisierung abschließen. Weil sich die Arbeitsbedingungen in der Branche stark verändern, verlangt die Gewerkschaft Qualifizierung, Beschäftigungssicherung und klare Regeln für Heimarbeit. Der Arbeitgeberverband verlangt dagegen Samstagsarbeit und längere Arbeitszeiten. 

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 19.06.2017 berichtet.

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