Eine junge Frau schreit knieend. Dabei trägt sie ein selbstgestaltes T-Shirt (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Jugendorganisation fordert Abschiebestopp

  29.11.2016 | 18:45 Uhr

Die Organisation "Jugendliche ohne Grenzen" fordert bessere Bedingungen für jugendliche Flüchtlinge in Deutschland. Am Rande der Innenministerkonferenz protestierten rund 100 Jugendliche aus 16 Bundesländern für mehr Rechte.

Konkret fordert die Organisation "Jugendliche ohne Grenzen" den Abschiebestopp nach Afghanistan, Schulbildung für alle Flüchtlinge, keine Einschränkung bei der Jugendhilfe und Integrationskurse für alle wie die Abschaffung der Vorangprüfung. "Wir wollen, dass nicht über uns, sondern mit uns gesprochen wird", sagte der Pressesprecher der Organisation, Nelli Foumba Soumaoro. Rund 100 Jugendliche aus 16 Bundesländern kamen zu der Protestaktion am Rande der Innenministerkonferenz in Saarbrücken zusammen.

Protestaktion von "Jugendliche ohne Grenzen"

Verleihung des Negativpreises "Abschiebeminister"

Zum Abschluss der Innenministerkonferenz überreicht "Jugendliche ohne Grenzen" am Mittwoch symbolisch den Preis des Abschiebeministers. Der Negativpreis geht in diesem Jahr an den brandenburgischen Innenminister Karl-Heinz Schröter.

Junge Asylsuchende hatten 2005 "Jugendliche ohne Grenzen" ins Leben gerufen. Ziel der Jugendorganisation ist es nach eigenen Angaben, den Betroffenen eine eigene Stimme zu geben und keine "stellvertretende Betroffenen-Politik" zu betreiben. Durch ihre Initiative wurde 2006 das Bleiberecht im Gesetz verankert.  

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