Annegret Kramp-Karrenbauer bei einer Rede (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Saar-CDU gelobt Besserung

  14.02.2018 | 21:26 Uhr

Beim Aschermittwochstreffen in Schwalbach hat die Saar-CDU selbstkritische Töne gefunden. "Das müssen wir für die Zukunft besser machen", sagte Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer etwa mit Blick auf den Finanzskandal beim LSVS, in dessen Fokus der mit Untreue-Vorwürfen konfrontierte Ex-Landtagspräsident Klaus Meiser steht.

Die CDU Saar hat sich bei ihrem Treffen zum Politischen Aschermittwoch in Schwalbach weniger als sonst mit dem politischen Gegner, sondern auch mit eigenen Themen beschäftigt. Bei den anwesenden Parteimitgliedern war insbesondere der ausgehandelte Vertrag für die Große Koalition im Bund und der Verlust des Bundesfinanzministeriums ein Thema, das künftig nicht mehr von der CDU, sondern von der SPD geführt wird.

"Aus dem gelernt, was nicht gut läuft"

Politischer Aschermittwoch: Saar- Politiker haben Redebedarf
Audio [SR 3, Janek Böffel , 15.02.2018, Länge: 02:24 Min.]
Politischer Aschermittwoch: Saar- Politiker haben Redebedarf

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ging landespolitisch zudem auf den Finanzskandal beim Landessportverband ein, in dessen Fokus der mit Untreue-Vorwürfen konfrontierte und jüngst zurückgetretene Landtagspräsident Klaus Meiser steht. „Ja, wir haben auch gelernt aus dem, was nicht gut läuft in diesem Land.

Und es ist die Kraft der CDU Saar, dass wir sowas nicht unter den Teppich kehren, sondern, dass wir sagen, das müssen wir für die Zukunft besser machen. Und das ist das Versprechen, das wir den Menschen hier im Saarland auch geben“, sagte Kramp-Karrenbauer.

Eindrücke vom Politischen Aschermittwoch der CDU

Altmaier nimmt SPD aufs Korn

Den politischen Widersacher nahm schließlich der geschäftsführende Bundesfinanzminister Peter Altmaier aufs Korn, indem er auf die parteiinternen Personaldebatten bei der SPD einging. Er zählte die zahlreichen Parteichefs der Sozialdemokraten auf, die in den vergangenen Legislaturperioden kamen und gingen. „Gerhard Schröder, Franz Müntefering, Matthias Platzeck, Kurt Beck, wieder Franz Müntefering, Sigmar Gabriel, Martin Schulz, Olaf Scholz und demnächst möglicherweise Andrea Nahles. Wenn das ein Musterbeispiel für Erneuerung ist, dann will ich darauf gerne verzichten“, sagte Altmaier. Ganz anders seien die Gegebenheiten bei der CDU, wo Angela Merkel seit dem Jahr 2000 an der Spitze der Christdemokraten stehe.

Video [aktueller bericht, 14.02.2018, Länge: 1:42 Min.]
Schalte zur CDU nach Schwalbach

Artikel mit anderen teilen