Krankenhäuser im Saarland: Marienhauskliniken in Wadern (Foto: Pasquale D’Angiolillo)

Marienhausklinik zieht sich aus Wadern zurück

Nelly Theobald / Onlinefassung: Rebecca Kaiser   11.08.2017 | 18:03 Uhr

Die Marienhausklinik GmbH hat nach ihrem Beschluss, die Klinik in Wadern zu schließen, ein weiteres medizinisches Engagement in der Stadt ausgeschlossen. Geschäftsführer Reimund sagte dem SR, man stehe auch nicht als Träger eines Gesundheitszentrums zur Verfügung. Der Träger will stattdessen unter anderem Intensivbetten an den Standort Losheim verlegen.

Video [aktueller bericht, 11.08.2017, Länge: 2:58 Min.]
Zukunftspläne der Marienhausklinik GmbH

Die Schließung des Waderner Krankenhauses wird vom Bund finanziell gefördert. Deshalb erhält die Marienhausklinik GmbH über einen Strukturfonds Geld - wie viel entscheidet sich erst im September. Mit dem Geld aus dem Fonds könnte das Krankenhaus nach Angaben des Gesundheitsministeriums theoretisch auch zu einem Gesundheitszentrum umgebaut werden. Das ist für die Marienhausklinik GmbH aber keine Lösung, sagte Geschäftsführer Klaus-Peter Reimund. Eine Erweiterung des Altenheims in Wadern mit Hilfe des Geldes ist nicht möglich. Stattdessen wird damit der Umzug großer CT Geräte von Wadern nach Losheim finanziert.

Keine betriebsbedingten Kündigungen

Außerdem soll ein Teil der Intensivstation nach Losheim umziehen. Dazu werden leerstehende Flure im Gebäude dort genutzt. Neue Stationen wird es dort nicht geben. Rund die Hälfte der 380 Mitarbeiter an beiden Standorten werde nicht mehr gebraucht. Sie sollen in anderen Häusern arbeiten können.

Das Geld aus dem Strukturfonds werde auch für die Mitarbeiter verwendet, die nicht weiter beschäftigt werden können. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Die Marienhausklinik GmbH gibt keine Bestandsgarantie für ihre anderen Häuser - verspricht aber sich anzustrengen, kein weiteres Haus schließen zu müssen. Das Saarland hat einen weiteren Antrag für die Förderung des Bundes gestellt.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 11.08.2017 berichtet.

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