Die Beamten der Operativen Einheit. (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Neue Polizeieinheit für Spezialeinsätze

  02.03.2017 | 14:55 Uhr

Die saarländische Polizei hat künftig eine sogenannte Operative Einheit (OpE). Die 108 speziell geschulten Beamten sollen unter anderem in gefährlichen Situationen zum Einsatz kommen. Dafür haben sie extra eine neue Ausrüstung bekommen.

Am Donnerstag stellte Innenminister Klaus Bouillon (CDU) die neue Einheit in Saarlouis der Öffentlichkeit vor. Offiziell nehmen die Beamten der OpE am Montag ihre Arbeit auf. Im normalen Arbeitsalltag werden die Polizistinnen und Polizisten laut Innenministerium auf Polizeiinspektionen in Saarbrücken, Saarlouis, Neunkirchen, Homburg und St. Wendel aufgeteilt. Im Bedarfsfall sollen sie dann zu Großeinsätzen oder gefährlichen Ereignissen gerufen werden.

Die neue Operative Einheit des Saarlandes
Audio [SR 3 Saarlandwelle, 02.03.2017, Länge: 03:19 Min.]
Die neue Operative Einheit des Saarlandes

Spezielle Schulung, spezielle Ausrüstung

Seit Oktober hatten die 108 Beamten eine spezielle Ausbildung durchlaufen, die sie auf sogenannte Einsatzlagen besser vorbereiten soll. "Die verschärfte Sicherheitslage, die gestiegene Anzahl von Großeinsätzen bei Demonstrationen und Fußballspielen sowie die wachsenden Aufgaben auf den Polizeidienststellen haben uns dazu veranlasst, eine professionell ausgebildete und ausgestattete Einsatzeinheit einzurichten", erklärte Innenminister Bouillon. Diese Polizisten hätten auch eine spezielle Ausrüstung erhalten. Dazu gehörten umgerüstete Fahrzeuge, Maschinenpistolen, Spezialpistolenholster oder auch ballistische Westen und Helme.

Neue Operative Einheit der Polizei vorgestellt

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) im Saarland begrüßte die Neuerung. Die Einheit sei eine große Chance für die Polizei im Saarland. "Wir setzen hohe Erwartungen in diese Einheit und hoffen, dass die Entlastung schnell auf den Polizeiinspektionen spürbar sein wird", erklärte der Landesvorsitzende der DPolG, Sascha Alles. Es gebe nun aber noch Nachholbedarf bei der Ausrüstung der übrigen Beamten in den Polizeiinspektionen.

Mit der Umsetzung von insgesamt fünf Sicherheitspaketen hat Bouillon sich in den vergangenen Jahren regelmäßig die Polizei vorgenommen. Seit 2015 hat er nach eigenen Angaben rund 17,5 Millionen Euro zusätzlich in die Polizei investiert: für den so genannten Polizeilichen Ordnungsdienst, für Beamte, die ihre Lebensarbeitszeit verlängern, für Tarifbeschäftigte, die bei der Schuldenbremse nicht ins Gewicht fallen, und für bessere Ausrüstung.

Video [aktueller bericht, 02.03.2018, Länge: 3:02 Min.]
Vorstellung von neuer Spezial-Polizeieinheit

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 02.03.2017 berichtet.

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