Stahlarbeiter (Foto: dpa)

Millionenverlust bei Saarstahl

  04.04.2017 | 11:07 Uhr

Der Saarstahl-Konzern hat im vergangenen Jahr einen Millionenverlust gemacht. Vor allem Überkapazitäten und hohe Importzahlen aus China bereiteten dem Konzern Probleme.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag nach Saarstahl-Angaben bei einem Minus von 155 Millionen Euro. Trotz der guten Auslastung der Anlagen sank der Konzernumsatz um sechs Prozent auf 2,028 Milliarden Euro.

Video [aktueller bericht, 04.04.2017, Länge: 2:38 Min.]
Millionenverlust bei Saarstahl

"Äußerst aggressiver Wettbewerb"

"Saarstahl ist immer noch besser dran als viele andere Unternehmen in der Branche"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Gerd Heger/Karin Mayer, 04.04.2017, Länge: 02:51 Min.]
"Saarstahl ist immer noch besser dran als viele andere Unternehmen in der Branche"

Der Vorstandsvorsitzende Fred Metzken sprach von einem sehr schwierigen Geschäftsjahr. Grund dafür seien Überkapazitäten und hohe Importe aus China. Die Folge sei ein äußerst aggressiver Wettbewerb. Zudem sei die Lage bei der Saarschmiede weiter angespannt.

Saarstahl hatte zwar mit einem schwierigen Jahr gerechnet, aber bei der Bilanzpressekonferenz vor einem Jahr noch auf ein ausgeglichenes Ergebnis gehofft. 2015 lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern bei zwei Millionen Euro, aufgrund hoher Steuerzahlungen blieb unter dem Strich aber auch ein leichter Verlust.

Der Saarstahl Konzern hat zurzeit 6554 Beschäftigte. Das sind 40 weniger als vor einem Jahr.

Über dieses Thema wurde am 4. April auch in den SR-Hörfunknachrichten berichtet.

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