Windkraftanlage (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Windkraft bekommt im Saarland Gegenwind

Stephan Deppen   15.11.2016 | 08:10 Uhr

Mehrere Bürgerinitiativen gegen Windkraft haben sich im Saarland zusammengeschlossen. Die Arbeitsgemeinschaft nennt sich "Gegenwind-Saarland". Ihre Mitglieder wollen so den Argumenten gegen die Windkraft mehr Nachdruck verleihen.

Den Windkraft-Gegnern reicht es: Sie wollen nicht mehr tatenlos zusehen, wie ihnen 200-Meter-Windräder auf die Pelle rücken und ihrer Meinung nach an exponierter Stelle das Landschaftsbild massiv beeinflussen – oder es zerstören, wie viele sagen. Um den Argumenten gegen die Windkraft in unserer Region mehr Nachdruck zu verleihen, haben sich zahlreiche Vereine und Initiativen aus dem ganzen Saarland nun zu einer Arbeitsgemeinschaft "Gegenwind-Saarland" zusammengeschlossen. Sie prangern unter anderem an, dass die Interessen großer Teile der Bevölkerung der Profitmaximierung Weniger geopfert würden.

Das Saarland will den aktuellen Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung von unter zehn bis auf 20 Prozent im Jahr 2020 steigern. Das geht nicht ohne Windkraft – und viele Windräder stehen angesichts der dichten Bewaldung des Saarlandes zwangsläufig im Wald. Damit aber wollen sich viele nicht mehr abfinden.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 15.11.2016 berichtet.

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