eine Grundschullehrerin bringt Kindern das Rechnen bei (Foto: dpa)

Weniger Unterrichtspflicht für Lehrer

Thomas Braun   26.05.2016 | 20:46 Uhr

Die Unterrichtsverpflichtung für Grundschullehrer soll zum kommenden Schuljahr gesenkt werden. Darauf haben sich Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD), Finanzminister Stephan Toscani (CDU) und Vertreter des Lehrerverbandes SLLV geeinigt.

Künftig sollen Grundschullehrer nur noch 28 statt bislang 28,5 Stunden pro Woche zum Unterricht verpflichtet sein. Damit soll nach Angaben des Bildungsministeriums der "besonderen Belastung von Lehrerinnen und Lehrern in der Grundschule Rechnung getragen" werden.

Weitere Entlastung für Leitungen möglich

Auf den saarländischen Haushalt soll die Änderung keine Auswirkung haben, auch "wichtige bildungspolitische Vorhaben" blieben davon unberührt. Noch vor den Sommerferien soll es übrigens weitere Gespräche mit dem Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) geben. Dann geht es um Entlastungsmaßnahmen für Grundschulleitungen.

VDR fordert auch für Gemeinschaftsschulen Absenkung

Der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) begrüßte die Entscheidung des Bildungsministers, forderte aber „gleiches Recht für alle“. Demnach solle auch die Pflichtstundenzahl für Lehrkräfte an Gemeinschaftsschulen reduziert werden. Die Landesvorsitzende des VDR, Inge Röcklein, verwies in dem Zusammenhang darauf, dass die Aufgaben und Anforderungen für Lehrer an Gemeinschaftsschulen durch Inklusion und Integration immer vielschichtiger würden.

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