Malu Dreyer hält eine Rede (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Dreyer sieht Chancen in Opel-Übernahme

  17.02.2017 | 12:37 Uhr

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat angekündigt, sich für den Erhalt der Arbeitsplätze bei Opel in Kaiserslautern einzusetzen. Ministerpräsidentin Dreyer sagte, dafür gebe es bereits Signale von den möglichen Käufern. Die amerikanische Mutter GM will Opel an den französischen Konzern PSA verkaufen.

„Opel gehört zu Rheinland-Pfalz und hat eine Zukunft in unserem Land“, sagte SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Freitag im rheinland-pfälzischen Landtag. Es gebe Signale dafür, dass der französische Autokonzern PSA nicht unbedingt Standorte in Deutschland schließen wolle. Es gebe sogar Chancen, dass eine "große europäische Marke entsteht".

Gemeinsam mit den Landesregierungen Hessens und Thüringens wolle man sich für den Erhalt der Marke Opel und ihrer Produktionsstandorte einsetzen. In Kaiserslautern arbeiten rund 2100 Beschäftigte. Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Thorsten Zangerle sagte, man sei dankbar für die Solidaritätsbekundung der Politik. Auch bei ihm überwiege die Erwartung, dass alle Opel-Standorte gesichert werden könnten.

Verkauf nach fast 90 Jahren?

Am Dienstag war bekannt geworden, dass der französische PSA-Konzern eine Übernahme von Opel erwägt. Opel gehört seit 1929 zu General Motors, schreibt aber seit Jahren rote Zahlen. Zu PSA gehören die Automarken Peugeot, Citroën und DS. PSA fährt einen Sanierungskurs, der französische Staat ist mit 14 Prozent am Konzern beteiligt.

Über dieses Thema berichteten auch die Hörfunknachrichten des SR am 17.02.2017.

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