Fischzuchtanlage in Völklingen (Foto: Diana Kühner, SR, RH)

CDU Völklingen räumt Fehler bei Fischzucht ein

Stephan Deppen   13.04.2017 | 07:01 Uhr

In der Affäre um die Völklinger Fischzuchtanlage hat die CDU im Stadtrat erstmals Fehler eingeräumt. Fraktionschef Stefan Rabel sagte, die Postenverteilung hinter den Kulissen sei unter parteipolitischen und nicht auf Fachkompetenz beruhenden Gesichtspunkten erfolgt.

Bei den Verträgen für den ehemaligen Geschäftführer Jochen Dahm sprach Rabel von "Geldgier, Naivität und Selbstüberschätzung" der handelnden Personen. Kritisch seien vor allem die Regelungen für die Altersversorgung. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Dahm laut Vertrag monatlich fast 11.000 Euro als Altersversorgung zustehen.

Seit 2015 unter kommunaler Führung

Studiogespräch: "In dieser Form ein Novum"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Renate Wanninger/Stephan Deppen, 13.04.2017, Länge: 03:25 Min.]
Studiogespräch: "In dieser Form ein Novum"

Nach Rabels Worten befinden sich die Völklinger Stadtwerke inzwischen wieder auf einem guten Weg. Sie dürften nie wieder parteipolitisch instrumentalisiert werden. Konsequenzen für Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) forderte er nicht. Dessen Amtszeit als Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender neige sich ohnehin dem Ende entgegen.

Unter kommunaler Führung war die Meeresfischzuchtanlage auf keinen grünen Zweig gekommen. Schließlich kauften 2015 private Investoren den Stadtwerken die Zuchtanlage ab. Von den 1,9 Millionen Euro Kaufpreis blieben den Stadtwerken nach Abzug von Darlehen und Reparaturen 250.000 Euro. Insgesamt waren für das Projekt Kosten von über 20 Millionen Euro aufgelaufen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 13.04.2017 berichtet.

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