Villa Schloss Falkenhorst (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Bordell im Schloss Falkenhorst immer unwahrscheinlicher

  18.10.2016 | 19:15 Uhr

Im Landhaus "Schloss Falkenhorst" kann voraussichtlich kein Bordell betrieben werden. Die Untere Bauaufsicht (UBA) hat den "Antrag auf Erteilung eines Vorbescheides" beim Regionalverband nicht zugelassen. Der Entscheid ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Bordell wird immer unwahrscheinlicher
Audio [SR 3, 18.10.2016, Länge: 0:57 Min.]
Bordell wird immer unwahrscheinlicher

Nach dem politischen Hin und Her der Politik sowie des Gemeinderates hat die UBA jetzt keine politische, sondern eine rein rechtliche Entscheidung getroffen: Der, wie es offiziell heißt, "Antrag auf Erteilung eines Vorbescheides" durch den potentiellen Betreiber des Bordells in Kleinblittersdorf ist negativ beschieden worden. Aus Sicht der UBA wird es also kein Bordell im alten Landhaus geben.

Zur Begründung verweist die UBA auf Beschlüsse des Gemeinderates. Der hatte vor wenigen Wochen die Aufstellung eines Bebauungsplans und eine Veränderungssperre für das Areal "Gewerbegebiet Alte Ziegelei 2" beschlossen. Diese Entscheidungen waren vergangene Woche im Amtsblatt veröffentlicht worden und sind damit gültig. Ob das das letzte Wort in Sachen Bordell in Schloss Falkenhorst bleibt, wird sich zeigen. Der Antragsteller kann jetzt innerhalb von vier Wochen Widerspruch einlegen. Auf SR- Anfrage wollte er sich nicht zur Entscheidung der UBA äußern.

Gemeinderat gegen das Bordell

Bereits Ende September hatte sich der Gemeinderat von Kleinblittersdorf einstimmig gegen das geplante Bordell im Schloss Falkenhorst ausgesprochen. Vorangegangen war ein Einwohnerantrag von knapp 1000 Bürgern, der den Rat zu der Neu-Abstimmung gezwungen hatte.