Der saarländische Teil des Bistum Trier (Foto: SR)

Lebach soll doch Pfarrei werden

Thomas Braun / mit Informationen von Oliver Buchholz   22.11.2017 | 11:01 Uhr

Das Bistum Trier hat seine Pläne zur Neugliederung des Bistums erneut überarbeitet. Statt - wie zuletzt vorgeschlagen - nur neun Großpfarreien im Saarland zu schaffen, sollen es mit Lebach jetzt doch wieder zehn werden. Auch bei der Zuordnung von Beckingen kehrt das Bistum zum ursprünglichen Entwurf zurück.

Lebach soll wieder eine Pfarrei der Zukunft werden: Aus saarländischer Sicht ist das die wichtigste Änderung beim überarbeiteten Bistums-Entwurf, der am Mittwoch vorgestellt wurde. Damit kehren die Verantwortlichen zum ursprünglichen Plan zurück.

Pfarrei Lebach zeitweise von der Karte gestrichen

Doch zehn Großpfarreien im Saarland geplant
Audio [SR 2, (c) SR, 22.11.2017, Länge: 01:04 Min.]
Doch zehn Großpfarreien im Saarland geplant

Bereits im März hatte das Bistum seine Ideen zur neuen Pfarreistruktur vorgestellt. Bistumsweit waren 35 Großpfarreien vorgesehen, zehn davon im Saarland.

Diese Überlegungen hatten vielerorts zu Protesten und tausenden Rückmeldungen ans Bistum geführt. Daraus hervorgegangen war dann Ende Oktober ein zweiter Entwurf mit einer nochmals reduzierten Pfarreienanzahl. Im Saarland sollte es demnach nur noch neun Pfarreien geben. Wegfallen sollte die Pfarrei der Zukunft Lebach.

Proteste und Anregungen ernst genommen

In Lebach wollte man das nicht hinnehmen und beschloss sich an den Bischof zu wenden. Es sei unverantwortlich, in der Mitte des Saarlandes keine Pfarrei zu haben. Auch der Lebacher Stadtrat und betroffene Nachbarorte hatten Briefe nach Trier geschickt. Die Bistumsleitung hat diese Rückmeldungen ernst genommen. Der überarbeitete Entwurf sieht nun wieder die Pfarrei Lebach vor. Auch bei der Zuordnung von Beckingen zur künftigen Pfarrei Dillingen kehrt der neue Plan zur ursprünglichen Fassung zurück. Bistumsweit sind insgesamt 35 Pfarreien vorgesehen.

Funktionsweise der Pfarreien noch unklar

Am Freitag werden die Bistumsgremien diesen Plan dem Bischof als endgültigen Entwurf überreichen. Wie die Großpfarreien funktionieren sollen, steht damit allerdings noch nicht fest. Im August 2018 sollen Überlegungen dazu veröffentlicht werden. 2020 sollen die neuen Pfarreien dann gegründet werden.

Geplanter Neuzuschnitt der Pfarreien im Bistum Trier [Karte zum Vergrößern anklicken]

Geplante Neugliederung in der Übersicht

  • Dillingen (bisherige Pfarreiengemeinschaften Beckingen, Dillingen, Nalbach, Rehlingen, Siersburg, Wallerfangen)
  • Lebach (Eppelborn-Dirmingen, Lebach, Schmelz, Uchtelfangen)
  • Merzig (Hilbringen, Merzig, Mettlach, Perl)
  • Neunkirchen (Illingen; Merchweiler; Neunkirchen Hl. Dreifaltigkeit, St. Josef-St. Johannes, St. Marien; Ottweiler; Schiffweiler; Spiesen-Elversberg)
  • Saarbrücken (Altenkessel, Dudweiler, Friedrichsthal, Halberg, Kleinblittersdorf, Quierschied, Saarbrücken St. Johann, St. Jakob, Scheidter Tal, Sulzbach)
  • Saarlouis (Bous-Ensdorf, Saarlouis links der Saar, Saarlouis rechts der Saar, Saarwellingen, Schwalbach, Überherrn, Wadgassen)
  • St. Wendel (Freisen-Oberkirchen, Oberthal-Namborn, St. Wendel)
  • Theley (Am Schaumberg, Bostalsee, Marpingen, Nonnweiler)
  • Völklingen (Heusweiler, Püttlingen, Riegelsberg-Köllerbach, Völklingen, Warndt)
  • Wadern (Losheim, Wadern, Weiskirchen)

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 22.11.2017 berichtet.

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