Lehrerin unterrichtet Türkisch in einer Schule (Foto: dpa)

Kramp-Karrenbauer will Einsatz türkischer Lehrer prüfen

Uli Hauck   14.12.2016 | 15:00 Uhr

Die saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer will den Einsatz von türkischen Lehrern überprüfen. Beim Einsatz der sogenannten Konsulatslehrer, die vom türkischen Staat bezahlt werden, müsse sichergestellt sein, dass die Kinder nicht in die innenpolitischen Auseinandersetzungen der Türkei hineingezogen werden.

Die Vereinbarung zu den türkischen Konsulatslehrern hat Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) als Kultusministerin noch selbst unterschrieben. Damals, so die Ministerpräsidentin heute, sei die innenpolitische Situation in der Türkei aber noch eine völlig andere gewesen. Deshalb müsse man sich jetzt nochmal anschauen, ob das Abkommen über die von der Türkei bezahlten Lehrer noch angebracht sei. Es müsse klar sein, so Kramp-Karrenbauer, was von welchem Lehrer unterrichtet werde und ob eventuell Einfluss genommen wird.

Nur sehr selten Beschwerden

Nach Angaben aus dem SPD-geführten Bildungsministerium gebe es sehr, sehr selten Beschwerden. Denen werde mithilfe der Schulaufsicht nachgegangen. Den Türkisch-Unterricht gibt es an 35 Grundschulen und 15 weiterführenden Schulen im Saarland, rund 600 Schüler nehmen teil. Die Lehrer werden vom türkischen Konsulat ausgesucht.

Über dieses Thema wurde am 14.12.2016 auch in den Hörfunknachrichten berichtet.

Weitere Informationen
Unterricht im Auftrag des türkischen Konsulats
An 35 Grundschulen und 15 weiterführenden Schulen im Saarland können türkischstämmige Schüler ihre Muttersprache lernen. Die Lehrer werden vom türkischen Konsulat bezahlt. Der verlängerte Arm der Türkei sei man aber nicht, erklärte das saarländische Bildungsministerium.

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