Ein Flugzeug von AirBerlin auf dem Rollfeld (Symbolbild) (Foto: Marc Hoffmann)

Ensheim: Weiterhin keine Berlinflüge

Axel Burmeister   14.03.2017 | 08:00 Uhr

Airberlin hat auch für heute alle Verbindungen zwischen Saarbrücken und Berlin gestrichen. Hintergrund ist ein Streik des Bodenpersonals an den Berliner Flughäfen, wie das Unternehmen mitteilte. Der Streik soll bis Mittwochmorgen dauern.

Alle Airberlin-Flüge, die am Montag und Dienstag von Saarbrücken nach Berlin und von Berlin nach Saarbrücken gehen sollten, wurden annulliert. Insgesamt sind das acht Verbindungen am Saarbrücker Flughafen. Der Ausstand hat am Montagmorgen gegen 4.00 Uhr mit der Frühschicht begonnen und soll auch am Dienstag ganztägig fortgesetzt werden. Das Ende ist erst für Mittwochmorgen um 5.00 Uhr geplant.

Passagiere, die von anderen Flughäfen aus in die Bundeshauptstadt wollen oder ab Berlin wegfliegen möchten, müssen mit Verzögerungen, Flugausfällen und insbesondere starken Einschränkungen bei der Gepäckabfertigung rechnen.

Fluggäste erhalten kostenfreie Bahntickets

Wie die Fluggesellschaft Airberlin mitteilt, können alle Passagiere, deren innerdeutscher Flug von und nach Berlin aufgrund des Streiks annulliert werden musste, ihr Flugticket gegen einen kostenfreien Voucher der Deutschen Bahn eintauschen. Die Voucher sind am jeweiligen Flughafen-Ticketschalter von Airberlin erhältlich.

Verdi fordert einen Euro mehr pro Stunde

Die Gewerkschaft Verdi fordert für das Personal einen Euro mehr pro Stunde, bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von einem Jahr. Die Arbeitgeber boten zuletzt acht Prozent mehr Geld an, bei einer Laufzeit von drei Jahren. Das wäre laut Verdi ein jährlicher Anstieg um 27 Cent pro Stunde.

"Wiederum haben die Arbeitgeber leider nicht reagiert, sie haben kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt und die Zeit über das Wochenende ungenutzt verstreichen lassen", teilte Verdi-Streikleiter Enrico Rümker mit. Daher verschärfe sich der Konflikt. Erst am Freitag waren hunderte Flüge in Tegel und Schönefeld ausgefallen, darunter waren auch Flüge von und nach Saarbrücken gewesen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 13.03.2017 berichtet.

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