Villa Schloss Falkenhorst (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Gericht lehnt Bordell-Ansiedlung ab

  25.10.2017 | 15:11 Uhr

Im Streit um ein geplantes Bordell in Kleinblittersdorf hat der Betreiber eine juristische Niederlage hinnehmen müssen. Das Verwaltungsgericht wies seine Klage gegen den Regionalverband Saarbrücken zurück, der die Ansiedlung des Bordells abgelehnt hatte.

Nach Ansicht des Gerichts war die Entscheidung des Regionalverbandes rechtmäßig, da laut Sperrbezirksverordnung des Saarlandes Prostitution nur in Gemeinden mit mehr als 35.000 Einwohnern erlaubt sei. Kleinblittersdorf hat rund 11.000 Einwohner. Ob der potenzielle Betreiber des Bordells in die nächste Instanz geht und das Oberverwaltungsgericht anruft, ließ er noch offen.

BI hatte Unterschriften gesammelt

Der parteilose Kleinblittersdorfer Bürgermeister Stephan Strichertz zeigte sich zufrieden mit dem Urteil. Ein Bordell hätte nicht zu der Biosphären- und Thermalbad-Gemeinde gepasst. Die Ansiedlung des Bordells im so genannten Schloss Falkenhorst hatte im vergangenen Jahr in Kleinblittersdorf für heftige Diskussionen gesorgt. Eine Bürgerinitiative hatte sich gegen das Projekt gewandt und rund 1000 Unterschriften gesammelt.

Video [aktueller bericht, 25.10.2017, Länge: 2:58 Min.]
Gericht lehnt Bordell-Ansiedlung ab

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 25.10.2017 berichtet.

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