Ulrich Commerçon (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Saarland bei G9 unter Druck

  04.10.2017 | 21:39 Uhr

Bildungsminister Commerçon geht davon aus, dass das Saarland in zwei bis drei Jahren zum neunjährigen Gymnasium zurückkehren wird. Gleichzeitig forderte er, dass Schülerinnen und Schüler besser gefördert werden.

Bildungsminister Commerçon zur Diskussion über G9
Audio [SR 1, Julia Lehmann, Ulrich Commerçon, 04.10.2017, Länge: 03:29 Min.]
Bildungsminister Commerçon zur Diskussion über G9

Der SPD-Politiker sagte dem SR, auch wenn die Initiative "G9-jetzt!" bei dem Volksbegehren die geforderten 55.000 Unterschriften zusammenbekomme, dürfe es keinen Schnellschuss geben. Eine Expertenkommission der Großen Koalition beschäftige sich intensiv mit dem Thema G8/G9. Commerçon rechnet deshalb damit, dass es noch in dieser Legislaturperiode zu Veränderungen kommt. Das Saarland werde zudem zum Handeln unter Druck gesetzt, da alle anderen westlichen Flächenländer G9 wiedereingeführt haben.

Bessere Förderung verlangt

Der Entwurf der Initiative verteile nach Einschätzung des Ministers den Unterricht lediglich von acht auf neun Jahre. Er sagte: "Wenn wir mehr Zeit für Bildung am Gymnasium haben wollen, dann müssen wir auch dafür sorgen, dass die Schülerinnen und Schüler besser gefördert werden."

Über dieses Thema wurd auch in den Hörfunknachrichten vom 04.10.2017 berichtet.

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