Feuerwehrleute nach der Zugkollision im Einsatz (Foto: Schönauer/BFV LEOBEN/APA/dpa)

Zug von Graz nach Saarbrücken verunglückt

mit Informationen von dpa und AFP   12.02.2018 | 20:30 Uhr

Auf dem Weg von Graz nach Saarbrücken ist am Montag in Österreich ein Eurocity mit einem Nahverkehrszug zusammengestoßen. Dabei kam laut Polizei eine Frau ums Leben. Außerdem wurden 22 weitere Fahrgäste verletzt, darunter auch drei Kinder. Laut der saarländischen Polizei ist derzeit noch nicht bekannt, ob Insassen aus dem Saarland betroffen sind.

Der Zug war am Mittag im Bereich des Bahnhofs von Niklasdorf in der Steiermark seitlich gegen einen Nahverkehrszug geprallt. Nach Angaben eines Polizeisprechers hat sich der Zusammenstoß offenbar im Bereich von Weichen ereignet, wo sich die Züge näher kommen. Wie es zu dem Unfall kam, ist derzeit aber noch unklar. Bei einem Waggon an der Spitze des Eurocitys wurde die gesamte Fensterfront weggerissen. Dabei handelte es sich laut einem Bahnsprecher um einen Wagen der 1. Klasse. Weitere Waggons wurden beschädigt.

Dutzende Passagiere unter Schock

Nach Informationen der Nachrichtenagentur APA saß die getötete Frau in dem Eurocity-Zug, ihre Identität ist bislang noch nicht bekannt. Nach Angaben der Polizei mussten insgesamt 60 Personen aus den Zügen gerettet werden. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch die beiden Lokführer kamen vorsorglich ins Krankenhaus, sind aber nicht vernehmungsfähig. Dutzende Passagiere wurden wegen eines Schocks betreut. Vor Ort waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz. Hubschrauber konnten wetterbedingt nicht eingesetzt werden.

Die Ermittlungen zur Unglücksursache übernahm das Landeskriminalamt Steiermark. Unter anderem sollen die Fahrtenschreiber und die Signalstellungen der Züge ausgewertet werden.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 12.02.2018 berichtet.

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