Winterdienst (Foto: dpa)

Winterdienst sieht sich gut gerüstet

Florian Possinger / Onlinefassung: Kasia Hummel   13.11.2017 | 20:15 Uhr

Im Nordsaarland und in der Pfalz hat es am Wochenende die ersten Schneeflocken gegeben. Es ist zwar nichts liegen geblieben, die Vorbereitungen beim Landesbetrieb für Straßenbau laufen dennoch auf Hochtouren.

Auf einen echten Wintereinbruch muss das Saarland zwar noch warten, der Landesbetrieb für Straßenbau fühlt sich aber auf jeden Fall gut vorbereitet. Mit rund 21.000 Tonnen Streusalz in Rohrbach sind die Salzlager gut gefüllt. In Perl liegen zusätzlich noch 5000 Tonnen Salz im Notlager der Bundesregierung.

Video [aktueller bericht, 13.11.2017, Länge: 2:08 Min.]
Winterdienst sieht sich gut gerüstet

"Jeden Donnerstag gibt es eine Winterdienstkonferenz, an der alle Außendienstleiter und auch der Innendienst teilnehmen", so Michael Hoppstädter vom Landesbetrieb für Straßenbau. Telefonisch werde dann besprochen, was aufgrund des Wetterberichts in der nächsten Woche angesagt sei. "Daraufhin werden die Bereitschaftsdienste besetzt und auch die Kommandostrukturen gestellt." So seien im Ernstfall alle vorbereitet und die Autos könnten direkt auf die Straße geschickt werden, so Hoppstädter.

Autobahnen werden zuerst geräumt

Ganz oben auf der Prioritätenliste des Streudienste stehen bei Wintereinbruch die Autobahnen. Sie müssen gegebenenfalls rund um die Uhr von Schnee und Eis befreit werden. Erst wenn die Fernstraßen frei sind, können sich die knapp 80 Fahrzeuge des Landesbetriebs um die stark befahrenen Bundes- und Landstraßen kümmern. Weil die Wettervorhersagen immer präziser werden, können solche Einsätze immer besser geplant werden. Ein Restrisiko bleibt trotzdem.       

Aber auch der öffentliche Nahverkehr muss bei Wintereinbruch laufen. Für Frust bei den Pendlern sorgte in den vergangenen Wintern vor allem die Saarbahn. Immer wieder vereisten die Oberleitungen, sodass die Bahnen nicht fahren konnten. Das soll sich nun ändern. Die Saarbahn testet in diesem Winter ein Fahrzeug, das Oberleitungen enteist und so den Betrieb der Bahn aufrechterhalten kann.  

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