Der Trierer Bischof Stephan Ackermann (Foto: dpa/Harald Tittel)

Umsetzung der Synode dauert wohl Jahrzehnte

  02.01.2018 | 08:18 Uhr

Die komplette Umsetzung der Trierer Synodenbeschlüsse wird noch lange dauern. Der Trierer Bischof Ackermann rechnet nach eigenen Angaben mit einer Dauer von gut zwei Jahrzehnten. Vor allem der Zuschnitt der Pfarreien hatte zuletzt für Unmut gesorgt.

Er gehe davon aus, "dass wir damit bis zu meiner Emeritierung, das sind noch gut 20 Jahre, beschäftigt sind", sagte der Bischof von Trier, Stephan Ackermann zum Zeithorizont in Sachen Umsetzung der Synode. Die Synode im Bistum Trier war Ende April 2016 nach fast zweieinhalb Jahren Beratung zu Ende gegangen. Die 280 Mitglieder der Synode hatten ein umfassendes Reformpaket für das Bistum beschlossen, zu dem auch weite Teile des Saarlandes gehören.

"Haben noch andere Beschlüsse"

2017 erarbeitete das Bistum einen Entwurf für einen Neuzuschnitt seiner Pfarreien: Demnach sollen bis 2020 aus 887 Mini-Pfarreien 35 Großpfarreien werden, was mancherorts heftige Kritik ausgelöst hatte. "Dass die Leute Schwierigkeiten haben, wenn es um Veränderungen in der Pfarrei geht, war mir klar", sagte Bischof Ackermann nun.

"Aber wir haben noch ganz andere Beschlüsse: Stärker eine diakonische oder missionarische Kirche zu sein – das sind auch dicke Bretter." Das würden die Menschen in den Gemeinden derzeit aber noch nicht so sehr sehen.

Interview der Woche mit Bischof Stephan Ackermann
Audio [SR 2, Interview: Oliver Buchholz / Stephan Ackermann, 09.12.2017, Länge: 14:47 Min.]
Interview der Woche mit Bischof Stephan Ackermann
Im Bistum Trier war 2017 einiges los: Vor allem die Umsetzung der Beschlüsse der Bistumssynode standen im Mittelpunkt. Dabei hat vor allem die Zusammenlegung der Pfarreien für viel Wirbel gesorgt, aber auch die Vermögensfrage ist nach wie vor heiß diskutiert. Im Interview der Woche hat Oliver Buchholz mit dem Trierer Bischof Stephan Ackermann unter anderem über den Stand der Synodenumsetzung gesprochen.

Artikel mit anderen teilen