Holzstempel mit der Aufschrift "Krankenkasse" auf einem Dokument (Foto: imago/blickwinkel)

Beihilfe für Beamte: Saarland könnte 650 Millionen sparen

mit Informationen von Christoph Grabenheinrich   10.01.2017 | 08:02 Uhr

Nach dem Willen der Bertelsmann-Stiftung sollte die staatliche Beihilfe zur privaten Krankenkasse für Beamte abgeschafft werden. Laut einer aktuellen Studie der Stiftung könnten Bund und Länder damit bis 2030 mehr als 60 Milliarden Euro sparen. Für das Saarland wären demnach Einsparungen von 650 Millionen Euro möglich.

Interview: Vorschlag der Bertelsmann-Stiftung "verbesserungswürdig"
Audio [SR 3, 10.01.2017, Länge: 3:03 Min.]
Interview: Vorschlag der Bertelsmann-Stiftung "verbesserungswürdig"

Die Versicherten könnten dann ebenfalls entlastet werden, die Beiträge um 0,34 Prozentpunkte sinken. Laut Berechnungen der Bertelsmann-Stiftung würde die Abschaffung der staatlichen Beihilfe für die Privatversicherung dazu führen, dass neun von zehn Beamten bundesweit in die gesetzlichen Kassen wechseln würden. Die allermeisten würden sich dadurch sogar finanziell besser stellen.

Bund und Länder müssten bei einer Abschaffung der Beihilfe zwar den Arbeitgeberanteil der gesetzlichen Kasse übernehmen. Das wäre deutlich günstiger als die bisher steuerfinanzierte Beamtenbeihilfe.

Krankenversicherung bei Beamten

Bei Beamten zahlt nicht wie bei anderen Beschäftigten der Arbeitgeber einen Zuschuss zur Krankenversicherung, sondern sie bekommen über die Beihilfe einen Teil ihrer Kosten zurückerstattet. Die Differenz versichern sie über eine private Krankenkasse. Da die Staatsbediensteten nur die Restkosten absichern müssen, sind ihre Versicherungsprämien für die Betroffenen oft recht günstig.

Video [aktueller bericht, 10.01.2017, Länge: 3:49 Min.]
Beihilfe für Beamte: Saarland könnte 650 Millionen sparen

Über dieses Thema hat auch SR 3 Saarlandwelle am 10.01.2017 berichtet.

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