SEK-Einsatz in Saarbrücken

Sandra Schick/Axel Burmeister mit Informationen von Sabine Wachs   07.08.2016 | 19:14 Uhr

Die Innenstadt von Saarbrücken ist am Sonntagmorgen über Stunden wegen eines Großeinsatzes der Polizei abgeriegelt gewesen. Ein Mann hatte sich in einem Restaurant eingesperrt. Das SEK stürmte das Lokal gegen Mittag. Den Mann fanden die Einsatzkräfte auf dem Boden liegend und unbewaffnet im Keller. Er ließ sich widerstandslos festnehmen.

Nach Polizeiangaben hat sich der Mann, ein 43 Jahre alter Saarbrücker aus Mazedonien, zuvor offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befunden. Er habe am Morgen eine Angestellte aus dem Lokal in der Kupfergasse nach draußen geschickt und sich anschließend darin verschanzt. Dann habe er seine Frau angerufen. Diese verständigte die Polizei, gab an, ihr Mann sei möglicherweise bewaffnet.

Video [aktueller bericht am Sonntag, 07.08.2016, Länge: 3:41 Min.]
Die Fakten zum SEK-Einsatz in Saarbrücken

Daraufhin rückte ein Spezialeinsatzkommando aus, sperrte die Innenstadt weiträumig ab. Über Stunden versuchten die Beamten Kontakt zu dem Mann aufzunehmen und mit ihm zu verhandeln. Am Mittag stürmte das Spezialeinsatzkommando das Lokal. Dabei stellte sich heraus, dass der Mann im Keller auf dem Boden lag und nicht bewaffnet war. Er hatte sich eine oberflächliche Verletzung zugezogen und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Restaurant nicht zufällig gewählt

SEK-Einsatz in Saarbrücken beendet
Audio [SR 3 Saarlandwelle, 07.08.2016, Länge: 0:42 Min.]
SEK-Einsatz in Saarbrücken beendet

Ein Polizeisprecher sagte, der Mann habe keine Forderungen gestellt und niemanden bedroht. Der 43-Jährige leidet nach Polizeiangaben unter psychischen Störungen und war den Beamten bereits zuvor bekannt. Er habe angegeben, sich die Verletzung bei einer Schlägerei zugezogen zu haben.

Das Restaurant Dubrovnik hatte er offenbar nicht zufällig gewählt. Der 43-Jährige soll dort zeitweise als Kellner gearbeitet haben. Dem SR teilte die Polizei auf Anfrage mit, dass er sich freiwillig dazu entschieden habe, in der psychiatrischen Klinik zu bleiben.

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