Großaufgebot an Rettungskräften in St. Ingbert (Foto: Feuerwehr St. Ingbert/Alex Weber)

Mehrere Verletzte durch Reizgas

  12.02.2018 | 11:45 Uhr

Eine Faschingsveranstaltung in der St. Ingberter Stadthalle musste am Sonntagabend wegen eines Reizgasangriffs abgebrochen werden. Nach Angaben der Polizei hielten sich etwa 500 Menschen in der Halle auf, als ein Unbekannter bei einer Auseinandersetzung im Eingangsbereich Pfefferspray versprühte.

22 Personen wurden verletzt. Mindestens zehn Personen klagten über Atemnot und Augenreizungen. Sie mussten zur Behandlung in Krankenhäuser nach St. Ingbert, Sulzbach, Neunkirchen und Homburg gebracht werden. Die meisten davon wurden ambulant behandelt. Wie die Polizei mitteilte mussten lediglich "zwei oder drei Verletzte" über Nacht bleiben. Die St. Ingberter Stadthalle ist um kurz vor 19.00 Uhr vorsorglich evakuiert worden, um eine Massenpanik zu verhindern.

Für die erste Versorgung der Verletzten wurde der Marktplatz geräumt. Dabei musste sich die Polizei diverse Beleidigungen alkoholisierter Besucher gefallen lassen. Insgesamt waren rund 100 Kräfte von Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz und Rettungsdiensten im Einsatz. Der Pfefferspray-Täter wurde bislang noch nicht gefasst. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Es gäbe noch keine Hinweise auf den Täter, sagte die Polizei dem SR.

Tausende bei Umzügen im Saarland

Zuvor hatten sich rund 25.000 Menschen den Fastnachtsumzug in St. Ingbert angesehen. Auch in Dudweiler und St. Wendel waren Tausende zu den Umzügen gekommen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 11.02.2018 berichtet.

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