Greenpeace zündet Feuerwerk in Cattenom (Foto: dpa)

Greenpeace-Prozess wegen AKW-Feuerwerk vertagt

  03.01.2018 | 16:14 Uhr

Ein Prozess in Thionville gegen Greenpeace ist vertagt worden. Der Anwalt der Umweltschutzorganisation erreichte am Mittwoch wegen fehlender Unterlagen einen Aufschub bis zum 27. Februar. Die Aktivisten müssen sich vor dem Strafgericht wegen einer Aktion am Atomkraftwerk Cattenom verantworten. Sie waren im Oktober auf das AKW-Gelände eingedrungen und hatten ein Feuerwerk gezündet.

Angeklagt sind der französische Generaldirektor der Organisation sowie acht weitere Greenpeace-Aktivisten. Sie hatten sich am 12. Oktober Zutritt zum Gelände des Kraftwerks verschafft und dort ein Feuerwerk gezündet.

Prozesstermin jetzt am 27.Februar

Video [aktueller bericht, 03.01.2018, ab Min. 15:31]
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Mit der Aktion wollten sie nach eigenen Angaben deutlich machen, wie leicht das AKW Cattenom anzugreifen ist. Erst kurz vor der Aktion hatte Greenpeace einen Bericht veröffentlicht, wonach viele französische und belgische Atomkraftwerke nicht ausreichend gesichert seien.

Der Prozess wurde am Mittwoch vertagt. Der Anwalt der Beschuldigten hatte dies beantragt, da er wichtige Unterlagen der Anklage nicht erhalten habe.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 03.01.2017 berichtet.

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