Kontrolle einer Wildkamera (Foto: dpa)

Jäger müssen Wildkameras melden

  14.09.2017 | 12:32 Uhr

Jäger müssen den Betrieb einer Wildkamera im Wald vorher bei einer Datenschutzbehörde melden. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) des Saarlandes in Saarlouis am Donnerstag entschieden. Vorausgegangen war ein Rechtsstreit zwischen drei Jägern und der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Das Oberverwaltungsgericht bestätigte damit eine vorangegangene Entscheidung aus erster Instanz, gegen die drei Jäger aus dem Saarland in Berufung gegangen waren. Die Männer aus Merzig und Neunkirchen hatten gegen die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit geklagt. Sie sind der Meinung, dass die Videoaufzeichnungen an Lockfütterungsstellen für Wildschweine ausschließlich zu Jagdzwecken im Rahmen der privaten Freizeitgestaltung erfolgen.

Das sah das OVG wie schon das Verwaltungsgericht im Mai 2016 anders. Weil es ein Betretungsrecht für den Wald gebe, handele es sich "um eine faktisch öffentliche Fläche" im Umkreis der Lockfütterungsstellen. Einer Gerichtssprecherin zufolge wurde die Frage, ob Videokameras an Lockfütterungsstellen gemeldet werden müssen, zum ersten Mal obergerichtlich entschieden.

Über dieses Thama wurde auch in der Sendung Kiosk auf SR 3 Saarlandwelle vom 14.09.2017 berichtet.

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