Feuerwehrleute versuchen einen Brand in einem Wohnhaus in Saarbrücken Burbach zu löschen (Foto: Becker & Bredel)

Mordanklage nach Brand in Burbach

  17.02.2017 | 08:46 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat gegen einen 39-Jährigen Mann Anklage wegen Mordes und schwerer Brandstiftung erhoben. Nach Ansicht der Anwaltschaft hat er kurz vor Weihnachten einen Mann in Saarbrücken-Burbach grausam getötet und danach dessen Wohnung angezündet, um Spuren zu verwischen.

Zwei Tage vor Weihnachten war die Saarbrücker Feuerwehr zu einem Dachstuhlbrand im Saarbrücker Stadtteil Burbach ausgerückt. Nach Ende der Löscharbeiten fanden die Feuerwehrleute die Leiche eines 64-Jährigen in der Wohnung. Die Polizei ging damals schnell davon aus, dass der Mann getötet worden war.

Brand sollte Mord verdecken

Nun hat die Saarbrücker Staatsanwaltschaft gegen den mutmaßlichen Täter Anklage erhoben. Der 39-Jährige habe früher im Betrieb des Opfers gearbeitet und sei in dessen Wohnung eingedrungen. Im Streit sei der Rentner gestürzt und habe geblutet. Der mutmaßtliche Täter habe dann aus Angst vor einer Anzeige versucht, den Rentner zu erstechen. Weil das Opfer sich verteidigte, habe er den 64-Jährigen schließlich mit einem Kantholz erschlagen.

Danach soll der mutmaßliche Täter EC-Karten, Bargeld und das Handy des Opfers an sich genommen, Benzin in der Wohnung ausgekippt und schließlich Feuer gelegt haben, um die Spuren zu verwischen. Laut Staatsanwaltschaft hat er bereits gestanden.

Über dieses Thema berichteten auch die Hörfunknachrichten des SR am 17.02.2017.

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