Ein Rosenkranz wird in einer Hand gehalten (Foto: dpa/Bernd Von Jutrczenka)

Ex-Pfarrer muss vor ein Kirchengericht

Barbara Spitzer   10.01.2018 | 14:16 Uhr

Im Missbrauchsskandal um den Ex-Pfarrer von Freisen-Oberkirchen muss sich der Geistliche nun vor einem Kirchengericht verantworten. Das hat nach SR-Informationen die Glaubenskongregation in Rom entschieden.

Der frühere Pfarrer bestreitet die Vorwürfe, Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Das Verfahren soll aus Neutralitätsgründen an einem kirchlichen Gericht des Erzbistums Köln stattfinden.

Das Bistum Trier hatte im September dem Vatikan die Einleitung eines kirchlichen Strafverfahrens gegen den 63-Jährigen empfohlen. Die Vorermittlungen hatten den Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen gegen den Freisener Priester erhärtet.

Vorwürfe strafrechtlich verjährt

Strafrechtlich wurden alle Verfahren größtenteils wegen Verjährung eingestellt. Der 63-jährige ist in Ruhestand, darf derzeit keine Messen lesen. Kirchenrechtlich drohen Strafen bis hin zur Entlassung aus dem Klerikerstand.

Video [aktueller bericht, 10.01.2018, Länge: 2:35 Min.]
Ehemaliger Pfarrer aus Freisen vor Kirchengericht

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 10.01.2018 berichtet.

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