Ein Rotmilan im Flug (Foto: dpa)

Windrad vor Rotmilan-Fund mehrfach kontrolliert

  23.05.2017 | 18:18 Uhr

Bereits vor dem Fund eines toten Rotmilans hat die zuständige Behörde mehrfach Mängel an der betreffenden Windkraftanlage in Schmelz festgestellt. Das teilte das Umweltministerium auf SR-Anfrage mit. Demnach war die Anlage bei einer Prüfung im März durchgefallen.

In der Nähe des Windrads war am 8. Mai ein toter Rotmilan gefunden worden. Der streng geschützte Vogel kam möglicherweise durch den Rotor des Windrades ums Leben.

Mehrere Ortstermine

Der Prüfung im März hatte die Windkraftanlage vor allem deshalb nicht standgehalten, weil die Fläche um den Fuß des Mastes nicht bepflanzt worden war. Diese Hecken und Büsche sind vorgeschrieben, damit Greifvögel dort lebende Beute nicht entdecken und nicht in die Nähe von Windrädern gelockt werden.

Dieser Mangel wurde auch bei zwei späteren Ortsterminen durch das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz (LUA) festgestellt. Der Betreiber will sich zu dem „laufenden Verfahren“ nicht äußern.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 23.05.2017 berichtet.

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