Antoine Deltour (Archiv) (Foto: picture alliance / Julien Warnand/EPA/dpa)

Gericht kippt Urteil gegen einen der "LuxLeaks"-Informanten

  11.01.2018 | 10:01 Uhr

In der "LuxLeaks"-Affäre um Enthüllungen über Steuervorteile für internationale Großkonzerne hat ein Gericht in Luxemburg am Donnerstag das Urteil gegen den Informanten Antoine Deltour gekippt. Eine geringere Strafe für den Mitangeklagten wird aufrechterhalten.

Deltour war ursprünglich zu sechs Monaten Haft auf Bewährung und 1500 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Dieses Urteil hob das Gericht nun auf. Die Geldstrafe von 1000 Euro für den Mitangeklagten Raphaël Halet wurde dagegen aufrechterhalten.

Video [aktueller bericht, 11.01.2018, Länge: 2:59 Min.]
Gericht kippt Urteil gegen einen der "LuxLeaks"-Informanten

Die beiden Mitarbeiter einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hatten fast 30.000 Dokumente an einen Journalisten weitergegeben. Somit konnten fragwürdige Steuerpraktiken in Luxemburg aufgedeckt werden. Die Regierung hatte Großkonzernen demnach jahrelang geholfen, möglichst wenig Steuern zu bezahlen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 11.01.2018 berichtet.

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