Akten mit der Statue der römischen Göttin Justitia, dem Symbol für die Rechtsprechung. (Foto: dpa)

Internetbetrüger zu Freiheitsstrafe verurteilt

Thomas Gerber / Onlinefassung: Kasia Hummel   12.10.2017 | 18:00 Uhr

Das Landgericht Saarbrücken hat einen Internet-Betrüger zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Der 37-Jährige wurde wegen Betrugs in 25 Fällen und Urkundenfälschung in 21 Fällen schuldig gesprochen. Der Mann hatte im Internet Luxusautos verkauft, die er gar nicht besaß.

Das Vorgehen war immer gleich - ob in Mannheim, Ludwigshafen, Pforzheim oder zuletzt in Saarbrücken. Mit jeweils gefälschten osteuropäischen Reisepässen habe er Wohnungen angemietet, bei Notaren zum Schein GmbHs gegründet und danach Girokonten bei mehreren Banken eröffnet. Im Internet wurden die Fahrzeuge zu relativ günstigen Preisen angeboten – Die Kunden glaubten den schönen Fotos und überwiesen die geforderten Anzahlungen, viele sogar den kompletten Kaufpreis.

Video [aktueller bericht, 12.10.2017, ab Min. 13:21]
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Den Schaden bezifferte das Landgericht auf insgesamt knapp 1,5 Millionen Euro. Lediglich rund 20.000 Euro konnten bislang sichergestellt werden. Wo der Rest ist, ist völlig unklar. Die Schadensumme könnte sogar noch steigen. In Mainz, Worms und Heilbronn laufen weitere Verfahren wegen betrügerischer Autoverkäufe im Internet. Ob es einen Hintermann gibt, bei dem der Beschuldigte 90 Prozent des Gewinns abgeliefert haben will, ist noch unklar. 

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten am 12.10.2017 berichtet

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