Konfiszierter BMW auf einem Abschleppfahrzeug (Foto: Polizeipräsidium Westpfalz)

BMW nach illegalem Autorennen konfisziert

  14.11.2017 | 07:50 Uhr

Ein mutmaßlich illegales Autorennen in der Innenstadt von Kaiserslautern endete für einen 22-Jährigen am Abschlepphaken. Nachdem ein Internetvideo die Polizei auf die Spur des mutmaßlichen Rasers gebracht hatte, ordnete ein Richter an, das Fahrzeug einzuziehen. Möglich macht das eine aktuelle Gesetzesänderung.

In der Nacht zum Samstag hatte ein Zeuge in der Kaiserlauterer Innenstadt beobachtet, wie sich die Fahrer von zwei Wagen offenbar absprachen und dann losrasten. Er filmte das Autorennen und stellte das Video ins Internet. Ein Polizist wurde darauf aufmerksam und leitete Ermittlungen ein.

Illegale Autorennen künftig als Straftat geahndet

In den Fokus rückten ein 22-Jähriger und ein 26-Jähriger. Auf richterliche Anordnung nahm dann am Sonntag ein Abschleppfahrzeug den BMW des 22-Jährigen an den Haken. Die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Rennrivalen dauern noch an.

Die Polizei weist darauf hin, dass seit Mitte Oktober illegale Autorennen nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat geahndet werden. Rasern droht damit eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Zudem dürfen Führerschein und Auto eingezogen werden.

Polizei beanstandete 2017 mehrere hundert getunte Fahrzeuge

Seit Anfang des Jahres gibt es bei der Polizei in der Westpfalz ein speziell geschultes "Expertenteam Tuning". Der Leiter der Einheit, Polizeioberkommissar René Schärer betont zwar, dass längst nicht alle Autotuner automatisch Raser seien - es gebe aber einen geringen Prozentsatz in der Szene, der "insbesondere die leistungsgesteigerten Umbauten auch auf der Straße austesten möchte". In der diesjährigen Saison von März bis Oktober beanstandete das Expertenteam nach eigenen Angaben mehrere hundert illegal veränderte Fahrzeuge.

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