Baby auf dem Arm einer Hebamme (Foto: dpa)

Hebammen klagen über Missstände

  29.08.2017 | 19:20 Uhr

Saarländische Hebammen haben vor der Saarbrücker Europagalerie auf Missstände ihres Berufstandes aufmerksam gemacht. Die Hebammen klagen unter anderem über zu hohe Versicherungsprämien und eine zu schlechte Bezahlung.

Video [aktueller bericht, 29.08.2017, Länge: ab Min. 16:59]
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So müsse etwa die Gebühr, die eine freiberufliche Hebamme für die Geburtshilfe erhält, mindestens verdoppelt werden, damit sich die Arbeit lohne. „Für eine Beleggeburt im Krankenhaus bekommt die Hebamme 270 Euro für 11 Stunden Arbeit. Und die gesetzlichen Krankenkassen wollen jetzt für uns Beschränkungen einführen, dass die freiberuflichen Hebammen nur zwei Frauen parallel betreuen dürfen. Und dann ist das natürlich ein ganz mieser Stundenlohn“, sagte die Vorsitzende des saarländischen Hebammenverbandes, Anne Wiesen.

Die Hebammen warnen zudem davor, weitere Kreißsäle im Saarland zu schließen. Schon jetzt müssten werdende Mütter etwa im Nordsaarland für die Entbindung lange Anfahrtswege in Kauf nehmen. Durch die gestiegene Geburtenrate komme es bereits zeitweise zu Engpässen in den Geburtsstationen.

Audio [SR 3 Saarlandwelle, 29.08.2017, Patrick Wiermer, Länge: 02:57 Min.]
Hebammen-Aktionstag in Saarbrücken

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