Zugunglück zwischen Bettemburg und Düdelingen. (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Französische Lokführer fahren vorerst nicht nach Luxemburg

  17.02.2017 | 11:55 Uhr

Nach dem Zugunglück mit einem Toten vom Dienstag in Luxemburg zieht die französische Bahngesellschaft SNCF offenbar Konsequenzen. Bis auf Weiteres sollen französische Lokführer nicht mehr ins Großherzogtum fahren, bestätigte die Gewerkschaft CFDT dem SR. Die Suche nach der Unglücksursache geht unterdessen weiter.

Die Regionaldirektion der französischen Bahngesellschaft SNCF selbst wollte keine Stellungnahme abgeben. Die Gewerkschaft CFDT teilte aber mit, man habe die Gesellschaft aufgefordert, den Betrieb dort vorerst einzustellen. Die SNCF habe das akzeptiert. Offiziell heißt es, der Betrieb nach Luxemburg sei noch bis Montag unterbrochen.

Haltesignal überfahren

Auf den Zugverkehr habe der Ausstand der Franzosen derzeit keine Auswirkungen, berichtet das Luxemburger Wort unter Berufung auf die luxemburgische Bahngesellschaft CFL. Die Strecke Bettembourg-Thionville sei sowieso noch gesperrt und zwischen Longwy und Luxemburg seien luxemburgische Lokführer im Einsatz.

Bei der Kollision am Dienstagmorgen war der Lokführer des Passagierzugs aus dem Großherzogtum ums Leben gekommen. Fahrgäste waren zum Unglückszeitpunkt nicht in dem Zug. Der Lokführer des aus Frankreich kommenden Güterzugs erlitt schwere Verletzungen. Nach ersten Erkenntnissen der staatlichen Eisenbahngesellschaft CFL hatte der luxemburgische Zug ein rotes Haltesignal überfahren.

Über dieses Thema berichteten auch die Hörfunknachrichten des SR am 17.02.2017.

Zugunglück zwischen Bettemburg und Düdelingen

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