Der französische Grenzort Carling (Foto: dpa)

Vermeintliche Explosion auf Chemieplattform Carling

  17.07.2017 | 12:50 Uhr

Erst hieß es, es habe eine Explosion gegeben, dann korrigierte der Total-Konzern: Es war nur ein lauter Knall auf der Chemieplattform Carling gewesen, der am Sonntagmorgen Anwohner aufgeschreckt hatte. Zudem hatte es stark geraucht.

Der Knall dröhnte kurz vor 9.00 Uhr am Sonntagmorgen von der Chemieplattform Carling her. Hintergrund sei ein in Gang gesetztes Sicherheitssystem gewesen, sagte eine Total-Sprecherin am Montag und korrigierte damit Angaben vom Sonntag, in denen von einer Explosion die Rede gewesen war.

Wenn sich das Sicherheitssystem in Gang setze, entstehe bei der Öffnung einer Sicherheitsscheibe ein enormer Lärm, erklärte die Unternehmenssprecherin. Gleichzeitig werde Rauch abgelassen.

Video [aktueller bericht, 17.07.2017, ab Min. 16:52]
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Wie ein Schnellkochtopf

"Man kann dieses System mit einem Überdruckventil an einem Schnellkochtopf vergleichen“, beschrieb der Staatssekretär im saarländischen Umweltministerium, Roland Krämer. Zur Herstellung von Polyethylen werde Ethylen unter hohem Druck und bei hohen Temperaturen weiter verarbeitet. Werde in diesem Produktionsprozess der Druck zu hoch, verpuffe die ungesättigte Kohlenwasserstoffverbindung. Die genaue Ursache für die Verpuffung ist laut Total noch nicht bekannt.

Über dieses Thema wurde auch in aktuell vom 16.07.2017 berichtet.

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