Arbeiter ersetzen kaputte Sandstein-Teile gegen neue. (Foto: SR)

Saarlouiser Kirchturm wird letzte Kriegsschäden los

Martin Brinkmann / Onlinefassung: Caroline Uhl   17.07.2017 | 20:53 Uhr

Mehr als 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wird der Kirchturm der evangelischen Kirche in Saarlouis von letzten Kriegsschäden befreit. Eine Spezialfirma aus dem Elsass geht dieser Tage zu Werke. Die Arbeiter tauschen beschädigte Sandstein-Bauteile in gut dreißig Metern Höhe aus.

Die Kirche war 1906 von dem Saarlouiser Baumeister Friedrich Karl Schlück im klassizistischen Stil errichtet worden. 1944 hatte ein deutscher MG-Schütze aus dem Turm heraus vorrückende amerikanische Truppen beschossen. Diese hatten das Feuer erwidert.

Ab September in neuem Glanz

Mit Kanonen hätten die Amerikaner auf die Kirche geschossen und damit "enorme Schäden angerichtet", erzählt das Mitglied des Presbyteriums, Dr. Karl Ernst Schmitt. "Wenn es eine Betonkirche gewesen wäre, würde sie nicht mehr stehen", ist sich Schmitt sicher. "Der Sandstein hat es ausgehalten."

Video [aktueller bericht, 17.07.2017, ab Min. 17:39]
Nachrichten

Die Renovierungsarbeiten kosten rund 300.000 Euro. Sie sollen Ende August abgeschlossen sein, so dass Anfang September das Gerüst am Turm abgebaut werden kann. Dann wird die Kirche wieder in altem Glanz am Saarlouiser Ring zu bewundern sein.

Über dieses Thema wurde auch im Nachrichtenblock des aktuellen berichts vom 17.07.2017 berichtet.

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