Blaulicht eines Polizeiautos (Foto: SR)

CO2-Vergiftung durch defekte Heizungsanlage

  21.04.2017 | 16:39 Uhr

Ein Defekt in der neu installierten Heizungsanlage hat am Freitag bei vier Personen in Friedrichsthal zu einer CO2-Vergiftung geführt. Die hohe Konzentration des giftigen Gases war erst den herbeigerufenen Rettungssanitätern aufgefallen.

Als der 59-jährige Hausbesitzer am Freitag vom Einkaufen nach Hause kam, klagten sowohl seine Ehefrau, als auch Tochter und Schwiegersohn über Kopfschmerzen und Schwindel. Der Mann rief den Krankenwagen. Während die Rettungssanitäter die Familie versorgten, löste ein Kohlenmonoxid-Warner (CO-Warner) am Einsatzgepäck der Rettungskräfte aus.

Polizei und Feuerwehr wurden alarmiert, auch der Schornsteinfeger herbeigerufen. Der konnte schließlich einen Defekt an der neuen Heizung feststellen. Die Heizung wurde abgeschaltet, das Haus gelüftet. Die vier Bewohner mussten mit Verdacht auf eine CO2-Vergiftung leichtverletzt zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.

Kohlenmonoxid-Warner kann Leben retten

Sie hatten letztlich Glück. Im vergangenen Jahr war in Langsur im Kreis Trier-Saarburg eine junge Frau an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. Das Gas war ebenfalls aus einer defekten Heizung ausgetreten.

Das Gas ist nicht zu sehen oder zu riechen, kann aber innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen. Erste Anzeichen können Übelkeit, Kopfschmerzen und Herzrasen sein - aber keine Atemnot. Um sich zu schützen sollten Heizungen und Kamine regelmäßig gewartet werden. Lüftungsschlitze der Heizungsanlagen müssen frei bleiben. Außerdem gibt es schon für zehn Euro im Internet und im Baumarkt spezielle Kohlenmonoxid-Warner, die neben der Heizung angebracht werden können.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 21.04.2017 berichtet.

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