Anwalt hält ein Strafgesetzbuch in der Hand (Foto: dpa)

Anklage wegen versuchten Totschlags

  14.11.2017 | 14:30 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Saabrücken hat gegen einen 61-Jährigen Anklage wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erhoben. Der Mann soll Anfang August seine Nachbarin nach einem Streit mit zehn Messerstichen schwer verletzt haben.

Wie die Anklagebehörde mitteilte, soll der Mann 0,2 Liter Wodka und einen halben Liter Bier getrunken und danach im Garten mit einem Gasbrenner Unkraut abgebrannt haben. Deswegen soll er mit seiner 66-jährigen Nachbarin in Streit geraten sein. Weiter soll der Angeschuldigte die Frau in ihre Wohnung verfolgt und ihr mit einem Taschenmesser zehn Mal in den Rücken gestochen haben.

Der Mann soll die Frau demnach schwerverletzt in der Wohnung zurückgelassen haben, wählte aber den Notruf, weil er selbst sich am Finger verletzt hatte. Dabei habe er auch über die Verletzte informiert, sich aber gleichgültig gezeigt. Die Frau konnte durch eine Notoperation gerettet werden.

Die Anklage vor dem Landgericht Saarbrücken lautet auf versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Der Mann soll den Tod der Nachbarin billigend in Kauf genommen haben, "weil er um jeden Preis seine Ruhe haben wollte", wie die Ermittler erklärten.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 14.11.2017 berichtet.

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