Die Figur der Justitia mit der Waagschale in der Hand. (Foto: Rumpenhorst/dpa - Bildfunk/picture alliance)

Alphapool-Prozess: Angeklagte wollen Schweigen brechen

  11.01.2018 | 21:04 Uhr

Im Mammutprozess um die Saarbrücker Firma Alphapool wollen die drei angeklagten Finanzjongleure nach über 20 Verhandlungstagen ihr Schweigen brechen. Zum Ende der Beweisaufnahme kündigten sie an, sich beim nächsten Verhandlungstermin äußern zu wollen. Das wird vermutlich Ende Januar der Fall sein.

Zuvor war ein Deal, also Absprachen über eine Strafmilderung durch Geständnisse, gescheitert. Den drei Geschäftsmännern wird vorgeworfen, Kunden mit hohen Renditeversprechen dazu gebracht zu haben, Lebensversicherungen an das Unternehmen Alphapool abzutreten. Alphapool hatte seinen Sitz erst in Saarbrücken, später in Leipzig.

Das Geld aus den Versicherungen floss laut Anklage größtenteils in ein Schneeballsystem. Die Anleger sollen um rund 11 Millionen Euro geprellt worden sein. Seit Oktober läuft der Gerichtsprozess gegen die Manager. Den Angeklagten drohen langjährige Haftstrafen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 11.01.2018 berichtet.

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