Die Jahreszahl "2018" ist mit einem roten Stift auf einem Kalender markiert. (Foto: Pixabay/Ulleo)

Was ändert sich 2018 im Saarland?

  03.01.2018 | 11:58 Uhr

Von Bustickets über Eintrittspreise bis hin zur Grundsteuer - zum Jahreswechsel gibt es wieder einige Veränderungen für die Saarländer. Hier ein Überblick, wofür 2018 der ein oder andere Euro mehr hingelegt werden muss und was sonst noch neu ist.

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Mit dem Jahreswechsel sind die Fahrpreise für Busse und Bahnen im saarländischen Nahverkehr um fast zwei Prozent gestiegen. Es sind allerdings nicht alle Tickets betroffen. So sind unter anderem die Preise für Einzel- und Gruppenfahrkarten der Stufen null bis zwei gleich geblieben. Für Senioren gibt es außerdem Monatskarten jetzt nicht mehr nur als Netzkarte, sondern in verschiedenen Preisstufen. Wer nicht im gesamten Saarland unterwegs sein will, kann dadurch sparen.

Wohnnebenkosten steigen

In vielen saarländischen Gemeinden ist zum Jahreswechsel die Grundsteuer erhöht worden. Besonders drastisch ist der Anstieg in Kirkel. Dort wurde die Grundsteuer B von 350 auf 525 Hebesatzpunkte angehoben. Die Steuer ist unter anderem auch in St. Wendel, Nonnweiler, Neunkirchen und Merzig angestiegen. In der Landeshauptstadt Saarbrücken ist sie das zweite Jahr in Folge um zehn Prozentpunkte hochgegangen. Das bedeutet für einen durchschnittlichen Haushalt eine jährliche Mehrbelastung von fünf bis zehn Euro. Die Grundsteuer muss von Grundbesitzern bezahlt werden. Sie kann über die Nebenkosten aber indirekt auch auf Mieter umgelegt werden.

Schwimmbadpreise

Auch einige Schwimmbad-Fans müssen ab sofort tiefer in die Tasche greifen. Zum Beispiel im Raum Saarbrücken: In den Kombibädern in Altenkessel und Fechingen, dem Totobad sowie dem Freibad und dem Hallenbad Dudweiler bezahlen Erwachsene jetzt 40 Cent mehr Eintritt, also 4,20 Euro. Auch die Preise in „Das Bad“ in Merzig sind gestiegen. Besucher zahlen jetzt für 1,5-Stunden-Tarife in den Wasserwelten 50 Cent mehr, die Drei-Stunden-Tarife erhöhen sich um 30 Cent.

Wassercent für alle

Das Grundwasserentnahmegeld, auch bekannt als Wassercent, muss im Saarland ab sofort auch von Privatleuten bezahlt werden. Bisher musste wegen der hohen Freimenge von 35.000 Litern pro Person faktisch kein Privathaushalt dafür aufkommen. Diese Freimenge ist mit dem Jahreswechsel weggefallen. Nach Angaben des Umweltministeriums bedeutet das für einen Vier-Personen-Haushalt im Schnitt eine jährliche Mehrbelastung von rund 14 Euro.

Sterben kostet mehr

Zum Jahreswechsel sind die Friedhofsgebühren in mehreren Gemeinden im Saarland höher geworden, zum Beispiel in Heusweiler. Die Beerdigung in einem klassischen Reihengrab steigt dort von 4045 Euro auf 5080 Euro – also um knapp ein Viertel. Urnenbestattungen dagegen sind rund zehn Prozent günstiger geworden. Sie kosten nun 1690 Euro, vorher waren es 1870 Euro. Gestiegen sind die Friedhofsgebühren unter anderem auch in Dillingen und Friedrichsthal.

Zuständigkeiten beim Gelben Sack

Im Saarland sind seit Januar 2018 teilweise neue Unternehmen für die Verteilung und das Einsammeln der Gelben Säcke zuständig. Bisher war die Firma Paulus alleine für das ganze Land verantwortlich. In den Landkreisen Merzig-Wadern und Saarlouis wird der Gelbe Sack künftig von der Firma Remondis verteilt und eingesammelt. Im Kreis St.Wendel und im Regionalverband Saarbrücken ist dann die Firma RMG Rohstoffmanagement zuständig. Im Saarpfalz-Kreis und im Kreis Neunkirchen bleibt die Firma Paulus.

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