Justizia (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

25 Tonnen Tabak verschoben

Thomas Gerber   06.12.2016 | 15:21 Uhr

Der Chef einer polnischen Tabakschmugglerbande ist am Dienstag zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Saarbrücken sprach ihn der Steuerhinterziehung in vier Fällen schuldig.

Der 48-Jährige hatte im Rahmen einer so genannten „Verständigung im Strafprozess“ ein Geständnis abgelegt. Er räumte ein, von 2012 bis Anfang dieses Jahres große Mengen an Feinschnitttabak von Luxemburg ins Saarland eingeführt zu haben. Den Tabak schickte er dann per Paketdienst nach England, wo er offenbar von Straßenhändlern verkauft wurde. Insgesamt ging es um circa 25 Tonnen Tabak.

Steuerschaden in Millionenhöhe

Das Landgericht bezifferte den Steuerschaden in seinem Urteil auf mehr als eine Million Euro. Der Angeklagte sei Chef einer arbeitsteilig organisierten Bande und für den illegalen Tabakhandel verantwortlich gewesen. Weitere fünf Bandenmitglieder waren bereits zuvor verurteilt worden. Darunter zwei Mitglieder aus der „mittleren Ebene“ sowie vier so genannte „Arbeiter“, die den Tabak in nahezu täglichen Fahrten in Luxemburg besorgt hatten.

"Es gab wohl Streit zwischen Famillienclans"
Audio [SR 3 Saarlandwelle, 06.12.2016, Länge: 3:22 Min.]
"Es gab wohl Streit zwischen Famillienclans"

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