Menschenmenge (Foto: dpa)

Aufregung kann Stottern hervorrufen

  22.10.2017 | 11:49 Uhr

Im Saarland sind rund 10.000 Personen vom Stottern betroffen. Das hat der Logopäde Claus Welsch dem SR mitgeteilt. Generell stotterten dreimal mehr Männer als Frauen.

Aus kindlichem Stottern kann sich das Stottern ab einem Alter von sechs bis zehn Jahren chronifizieren. Darauf hat der Logopäde Claus Welsch hingewiesen. Stottern trete häufig bei Aufregung und Kommunikationsstress auf. Welsch, Mitglied im Deutschen Bundesverband für Logopädie, bevorzugt eine Therapie des Stotterns, bei der Ängste und Unsicherheiten behandelt und abgebaut werden. Auch die Eltern betroffener Kinder würden in die Therapie miteinbezogen.

Video [aktueller bericht am Sonntag, 22.10.2017, Länge: 4:14 Min.]
Mit dem Stottern leben
Anlässlich des „Welttags des Stotterns“ am 22. Oktober hat Erwin Büch, ein Betroffener aus Bübingen, über seine Krankheit berichtet. Er sprach unter anderem darüber, welche Schwierigkeiten jeder einzelne stotternde Mensch bewältigen muss und wie man als Betroffener besser mit der Sprechstörung umgehen kann.

Welttag des Stotterns

Seit 1998 wird der 22. Oktober als Welttag des Stotterns begangen. Nach Angaben des Bundesverbands der Stotterer-Selbsthilfe werden in diesem Jahr bundesweit Aktionen durchgeführt. So wird an allen deutschen Bahnhöfen mit Videomonitoren ein Spot zum Welttag ausgestrahlt. Er greift gängige Vorurteile über stotternde Menschen auf. Zudem sendet er die Botschaft, „ich sag's auf meine Weise". Das internationale Motto des Welttags in diesem Jahr lautet: "A world that understands stuttering" - Eine Welt, die Stotterer versteht.

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